Borkener Zeitung vom 16. Januar 2018

Veröffentlicht am 22. Januar 2018 in der Kategorie Presse

Baumverluste werden ausgeglichen

Beigeordneter J├╝rgen Kuhlmann berichtet beim Natur- und Vogelschutzverein ├╝ber ÔÇ×Baum-ManagementÔÇť

(mhs). Zwei gro├če Themen hatte der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken bei seiner Versammlung im Hotel Demming auf der Agenda: die Aufgabe des geplanten Gewerbeparks an der A31 und das ÔÇ×Baum-MangementÔÇť der Stadt Borken.

Vereinsmitglied Martin Hellenkamp gab zu Beginn einige Statements zum Thema Gewerbepark ab. Letztlich seien die Aktivit├Ąten der bereits im Jahre 2008 gegr├╝ndeten B├╝rgerinitiative unter reger Beteiligung des Natur- und Vogelschutzbundes urs├Ąchlich daf├╝r, dass die Baupl├Ąne von drei Gemeinden seit Dezember des vergangenen Jahres nun endg├╝ltig vom Tisch seien und die Natur am geplanten Standort verschont bleibe.

Als externe Referenten zum Thema ÔÇ×Baum-Management der Stadt BorkenÔÇť waren J├╝rgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter, sowie der Fachabteilungsleiter Gr├╝n der Stadt Borken, Michael Gesing, eingeladen. Kuhlmann stellte zu Beginn seines Vortrages die sozialen Komponenten heraus, die die Bereitstellung von Gr├╝nfl├Ąchen als soziale Treffpunkte und niedrigschwellige Begegnungsst├Ątten gleicherma├čen h├Ątten. In diesem Kontext sei es im Rahmen der Stadtentwicklung f├╝r alle Beteiligten der ├Âffentlichen Hand immer wieder wichtig, vernetzte und leicht zug├Ąngliche R├Ąume f├╝r die B├╝rger der Kreisstadt zu schaffen.

Wo Eingriffe erfolgen, m├╝sse auch ausgeglichen werden, das sei Selbstverst├Ąndnis und gesetzliche Verpflichtung zugleich, betonten beide Referenten. Insbesondere vor der Erkenntnis des unstreitigen Insektenr├╝ckgangs sehe man sich in der Pflicht, die Region klimatechnisch und ├Âkologisch in der Balance zu halten. Die Stadt Borken sei jedoch nicht nur verantwortlich f├╝r den Erhalt von etwa 300 Kilometern Wallhecken und die Bewirtschaftung vieler Hektar Gr├╝nfl├Ąchen, sondern betreibe mittlerweile ein digitales Baumkataster, in dem der gesamte Baumbestand auf st├Ądtischem Gebiet katalogisiert und fortlaufend aktualisiert wird. Transparenz der st├Ądtischen Ma├čnahmen stehe auf der Verwaltungs-Agenda an oberster Stelle, wenngleich man sich bewusst sei, nicht immer alle B├╝rger zu jeder Zeit zu erreichen.

Unstreitig sei, dass die Interessen des Natur- und Vogelschutzvereins einen hohen Stellenwert einn├Ąhmen und dass Verwaltung und Politik sich bei der Rodung alter Baumbest├Ąnde, wie in K├╝rze an der M├╝hlenstra├če geplant, Entscheidungen nicht leicht mache, betonte der Beigeordnete J├╝rgen Kuhlmann.

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