Aktuelles

Borkener Zeitung vom 22. August 2018

Veröffentlicht am 07. September 2018 in der Kategorie Presse

Dem Vogelgehege täte menschliche Hilfe gut

Von Sven Kauffelt

Vor Karl muss man sich ein bisschen in acht nehmen. Er hat nicht nur ein großes Ego, sondern auch einen spitzen Schnabel und wenig Hemmungen, ihn einzusetzen. Jochen Teroerde nimmt lieber mal einen Bambusstock mit ins Gehege des Puters. Man weiß ja nie. Karl ist eindeutig der Boss im Vogelgehege.

Seit genau 50 Jahren unterhält der Natur- und Vogelschutzverein das Gehege im Stadtpark. „Wir haben hier richtig viele Besucher“, sagt der Vereinsvorsitzende Teroerde stolz. Vor allem der Umbau eines Teils der Anlage in Eigenregie hat den Vogelpark aufgewertet. Gerade sind zwei Erzieherinnen der Kindertagespflege Hula Dues mit vier Kindern da. Jochen Teroerde schenkt jedem der kleinen Besucher eine Pfauenfeder. „Wenn das Wetter es zulässt, sind wir immer hier“, sagt eine Erzieherin.

400 Tiere leben derzeit im Vogelgehege – von Karl, dem Boss, bis zu Taubenküken, die unter einer Wärmelampe aufgezogen werden. Das Futter kauft der Verein selbst. 3000 Euro seien das im Jahr, sagt Edmund Schroer, der Kassierer. Auch die Pflege der Anlage übernehmen die Mitglieder selbst. „Eine Heidenarbeit“, erzählt Schriftführer Ulrich Fischer. Und da hat der Verein ein Problem. „Dauerhaft wird das nicht funktionieren“, sagt Jochen Teroerde.

Die viele Arbeit lastet auf zu wenigen Schultern. Keine Handvoll der Mitglieder füttert die Tiere, säubert einmal wöchentlich die Gehege. Ohne den fleißigen Alfons Benning, sagt Edmund Schroer, wären sie aufgeschmissen. „Wir brauchen Hilfe“, sagt der Kassierer unmissverständlich. Allein könnten die Ehrenamtlichen das nicht leisten. Die Hoffnung des Vereins ist das Rathaus. Die Stadt Borken unterstütze den Verein schon sehr, berichten die drei Vorstände: Den Sand für die Gehege bekommen sie umsonst, auch der Müll wird abgeholt. „Was wir bräuchten, wäre eine 450-Euro-Kraft, die hier mit anpackt“, sagt Teroerde. Sie seien dazu in Gesprächen mit der Stadt – Ende offen.

Der viele Nachwuchs hat dafür gesorgt, dass das Gehege derzeit ganz schön voll ist. Einige Jungtiere der selteneren Arten verkauft der Verein auch an Züchter. Die Kombination aus dem Erhalten der Arten und dem Angebot für Besucher ist ein wichtiges Element.

Während der Führung an Tauben, Hühnern und Fasanen vorbei kommen immer wieder Besucher. Eine Mutter mit Kind, ein Pärchen, das einen alten Herrn im Rollstuhl spazieren fährt. „Das Schöne hier ist“, sagt Edmund Schroer, „dass Menschen aller Generationen gerne herkommen.“ Er selbst ist häufiger mit seinem Enkel hier, „und bei ihm sieht man schon, wie sehr sich Kinder vor allem für die jungen Tiere begeistern“. Die Ausnahme ist Karl. Der ist nicht mehr jung, fasziniert aber sehr. Solange man nicht in sein Gehege geht.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Buchvorstellung: Die giftigsten Pflanzen Deutschlands

Veröffentlicht am 03. September 2018 in der Kategorie Bücher

Gisela Tubes
Die giftigsten Pflanzen Deutschlands

36 Arten, die jeder kennen sollte
Kennzeichen – Standorte – Wirkung

Giftige Pflanzen sind überall zu finden: im Wald, am Wegesrand, auf Wiesen, im Garten und im eigenen Blumentopf auf der Fensterbank oder dem Balkon. Die meisten von ihnen sind durch ihre Farbenpracht nett anzuschauen und das macht Giftpflanzen so gefährlich. Viele von ihnen können zudem leicht mit ähnlich aussehenden Nutzpflanzen verwechselt werden.
Das neue Buch von Gisela Tubes stellt die 36 giftigsten Pflanzen Deutschlands, die jeder kennen sollte, vor und zeigt die Gefahren auf, die sich hinter der heimischen Pflanzenwelt verbergen. Nach einer Einführung in die toxikologischen Inhaltsstoffe, wie etwa die bedeutsamen chemischen Gruppen Alkaloide und Glycoside, folgen die ausführlichen Pflanzenporträts. Jedes Porträt informiert über Standort und Herkunft, Kennzeichen, Verwechslungsmöglichkeiten, Wissenswertes und Giftigkeit der Pflanze. Besonders interessant sind die Exkurse zur Nutzung in Medizin und Heilkunde sowie die historische Verwendung beispielsweise als Mordgift oder Rauschmittel. Farbige und aussagekräftige Fotos ergänzen die Beschreibungen und Bestimmungsmerkmale. Praktische Übersichtstabellen am Ende des Buches geben Auskunft über die Lebensräume der Giftpflanzen, die Hauptgiftstoffe, Wirkungen und Gefahren sowie über die Blüh- und Fruchtzeiten. Mit hilfreichen Tipps für Erstmaßnahmen und Giftnotrufe rundet die Autorin ihren Ratgeber ab.
Die giftigsten Pflanzen Deutschlands ist ein absolutes Muss für Eltern, Erzieher und Lehrkräfte, die eine Verantwortung gegenüber Kindern haben, und wird ein nützlicher Begleiter für all jene sein, die gerne in der Natur unterwegs sind.

2017, 224 Seiten, über 300 farb. Abb., 3 Tab., 12 x 19 cm
€ 19,95
ISBN 978-3-494-01687-0 Best.-Nr.: 494-01687

Buchvorstellung: Grundkurs Pflanzenbestimmung

Veröffentlicht am 03. September 2018 in der Kategorie Bücher

Rita Lüder
Grundkurs Pflanzenbestimmung

Eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene

Innerhalb weniger Jahre hat sich dieser „Grundkurs“ einen Spitzenplatz in der Beliebtheit bei allen botanisch Interessierten erobert. Mit Hilfe dieses Buches gelingt es, nicht nur die ca. 700 häufigsten Pflanzenarten schnell und einfach zu bestimmen, sondern auch mit umfassenden Florenwerken wie dem „Schmeil-Fitschen“ perfekt umzugehen.
Der dichotome Bestimmungsschlüssel und über 3.000 farbige, detailreiche Abbildungen geben Sicherheit bei der Pflanzenbestimmung.
Über eine allgemeine Einführung in die Pflanzensystematik sowie den Grundbauplan der Pflanze kann sich der Benutzer Schritt für Schritt den Umgang mit dem Bestimmungsschlüssel erarbeiten. Um das Wiedererkennen der gemeinsamen Merkmale zu erleichtern, werden die wichtigsten heimischen Pflanzenfamilien vorgestellt. Pflanzen mit ähnlichem Aufbau werden in mehrere systematische Einheiten zusammengefasst. Weitere interessante Hinweise zur Verwendung der Pflanzen und deren Besonderheit stehen unmittelbar bei der Art und vermitteln die Faszination unserer heimischen Flora.

8., korr. und aktualis. Aufl. 2017, 552 S., über 3.000 farb. Abb.,
geb., 12 x 19 cm
ISBN 978-3-494-01719-8 Best.-Nr.: 494-01719
€ 24,95

Buchvorstellung: Die Vögel Mitteleuropas im Porträt

Veröffentlicht am 03. September 2018 in der Kategorie Bücher

Hans-Joachim Fünfstück/ Ingo Weiß
Die Vögel Mitteleuropas im Porträt

Alles Wissenswerte zu über 600 Arten
Vögel in der Natur zu suchen, auf Artzugehörigkeit zu bestimmen und ihr Verhalten zu beobachten, begeistert immer mehr Menschen. Auf Grundlage des „Kompendiums der Vögel Mitteleuropas“ und des „Taschenlexikons der Vögel Deutschlands“ ist nun ein auf Feldführer-Format zusammengefasster Porträtband erschienen, der in gestraffter Form sämtliche in Mitteleuropas vorkommenden Vogelarten umfassend porträtiert. Neben Informationen zur Taxonomie, Erkennungshinweisen, Größe/Gewicht und Stimme erfährt der Benutzer alles Wesentliche zu Brutareal und -biologie, Vorkommen, Lebensraum, Nahrung, Gefährdung und Schutzstatus. Die Informationen zur jeweiligen Vogelart sind immer nach dem gleichen Muster aufbereitet und erleichtern ein schnelles Auffinden der gesuchten Fachinformation.
Die Verbreitungsangaben sind durch Karten illustriert und auf dem aktuellen Stand. Grafiken ermöglichen einen schnellen Überblick über wichtige Phasen im Jahreslauf der Vogelarten, u.a. Anwesenheit, Durchzug, Brut und Mauser. Zudem sind hinter jeder Vogelart in Klammern Nummern angegeben, die auf weiterführende Informationen in den Büchern „Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen“ und „Die Vögel Mitteleuropas sicher bestimmen“ verweisen.
Damit ist dieses Buch ein kompetenter Begleiter bei vogelkundlichen Beobachtungen, ein profunder Wissensspeicher bei allen Fragen rund um die mitteleuropäische Vogelfauna und eine sinnvolle Ergänzung zu reinen Bestimmungsbüchern.

760 S., 722 Fotos, 213 Abb., 420 Karten, geb., 12 x 19 cm
ISBN 978-3-494-01674-0 Best.-Nr.: 494-01674
€ 29,95

Buchvorstellung: Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen

Veröffentlicht am 03. September 2018 in der Kategorie Bücher

Wolfgang Fiedler / Hans-Joachim Fünfstück /Werner Nachtigall
Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen

468 Arten sicher erkennen und zuordnen

Die Eigenschaft des Fliegens gehört zum Vogel wie der Schnabel oder die Federn. Sich scheinbar mühelos über die Schwerkraft hinwegzusetzen und durch die Luft zu gleiten, sorgt für Bewunderung und Faszination.
Das nun neu erschienene Bestimmungsbuch schließt eine Lücke, denn es setzt sich ausschließlich mit Vögeln in fliegender Bewegung auseinander und ermöglicht, die Vögel richtig anzusprechen und zuzuordnen. So setzt dieses Bestimmungsbuch dort an, wo viele klassische Feldführer enden.
468 Vogelarten – alle regelmäßig in Mitteleuropa vorkommenden Arten sowie die meisten in Mitteleuropa gelegentlich auftretenden Seltenheiten – werden ausführlich vorgestellt: Status, Flügelspannweite, Fluggeschwindigkeit, Flügelschlagfrequenz, Flugweise, Stimme sowie ähnliche Arten. Farbige Symbole stellen zudem typische Lebensräume dar, z.B. Küste, Wiese oder Gebirge.
Einzigartig ist die Darstellung der zur Bestimmung entscheidenden Merkmale: In die Flugbilder integriert, sieht der Benutzer sofort, auf welche Details er bei seiner Beobachtung achten muss. So ist ein verlässliches Bestimmungsergebnis garantiert. Eine Neuheit stellen auch die QR-Codes dar, die mit Hilfe einer entsprechenden Software über eine Kamera des Mobiltelefons oder des Tablets eine Tondatei mit passenden Vogelstimmen abrufen. So können Lautäußerungen, wie an den Flug gekoppelte Rufe und Gesänge oder typische Fluggeräusche unmittelbar vor Ort angehört werden. Hinter den deutschen Artnamen steht in Klammern jeweils der Verweis auf die entsprechende Artnummer, wie sie in dem im gleichen Verlag erschienenen Buch „Die Vögel Mitteleuropas im Porträt“ verwendet wird. Dadurch können rasch weitergehende Angaben zu Biologie und Verbreitung gefunden werden.
Wertvolle Beobachtungstipps und weiterführende Darstellungen von flugtechnischen Informationen erhöhen den Praxis- und Informationswert dieses einzigartigen Bestimmungsbuches und machen es zu einem ganzjährigen Begleiter.
Die Flugrufe der Vögel Mitteleuropas ist auch als App erhältlich und kann über den iTunes- oder GooglePlay-Store heruntergeladen werden.

552 S., 679 Fotos, 356 Abb., geb., 12 x 19 cm
ISBN 978-3-494-01673-3 Best.-Nr.: 494-01673
€ 29,95

Buchvorstellung: Die schmackhafte Wildkräuterküche

Veröffentlicht am 17. Juli 2018 in der Kategorie Bücher

Gisela Tubes
Die schmackhafte Wildkräuterküche
Köstliches aus Natur und Garten

Viele unserer heimischen Wildpflanzen und Kräuter sind essbar und enthalten wertvolle Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Gisela Tubes stellt in diesem Buch 125 erprobte Rezepte – von Giersch-Cashew-Pesto über Wildkräuter-Quiche bis zum Löwenzahn-Schnaps – vor, mit deren Hilfe 22 Wildpflanzen und Wildkräuter zu schmackhaften Köstlichkeiten verarbeitet werden. Von Brennnessel bis Wiesenklee – dieses mit brillanten Fotos versehene Kochbuch verspricht Geschmacksexplosionen für Jedermann! Pflanzenporträts, wertvolle Tipps zum richtigen Umgang mit den gesammelten Pflanzen und Kräutern sowie ein Kalender mit den besten Sammelzeiten runden dieses Buch ab.

176 S., 187 farb. Abbildungen, 1 Tab., geb.,
ISBN 978-3-494-01745-7
12.95 €

Borkener Zeitung vom 6. Juli 2018

Veröffentlicht am 14. Juli 2018 in der Kategorie Presse

Grenzverläufe einhalten

Appell an Landwirte

(pd). Wirtschaftswege sind nicht nur Verkehrsadern im Außenbereich, sondern auch wichtige Netzstrukturen im Naturhaushalt. Blühende Wegeränder und Wallhecken seien eine Augenweide für Radfahrer, aber vor allem Nahrungsquelle, Rückzugsort und Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und Kleinstlebewesen, ohne die unsere Umwelt deutlich ärmer wäre, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Borken. Bereits seit einigen Jahren hätten diese Saumstrukturen für den Naturhaushalt an Bedeutung gewonnen.

In vielen Gesprächen mit den politischen Gremien und Vertretern der Landwirtschaft habe die Stadt deutlich gemacht, dass die Einhaltung der Grundstücksgrenzen unerlässlich für die Entwicklung und das Funktionieren dieser Saumstrukturen ist. Der respektvolle Umgang mit Eigentumsgrenzen zum Wohle der Natur sei hierbei immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, heißt es weiter.

Vielfach seien bereits Erfolge sichtbar. Es ist allerdings auch festzustellen, dass es Bereiche gibt, in denen Bewirtschaftungsgrenze und Weggrenze noch nicht identisch sind. Überackern finde immer noch statt.

Zurzeit ist die Getreideernte in vollem Gange, viele Felder sind bereits abgeerntet und warten neben Regen auf die nächste Einsaat. Die weiteren Kulturen werden folgen. Die Stadt Borken appelliert daher eindringlich an alle Bewirtschafter, Pächter und Eigentümer, vor Neueinsaat die tatsächlichen Weggrenzen einzuhalten und das Eigentum der Stadt Borken nicht zu bewirtschaften. Nur so können Artenvielfalt und Attraktivität unserer Landschaft erhalten und entwickelt werden.

Einen schnellen Überblick über den tatsächlichen Grenzverlauf bietet der Geodatenatlas des Kreises Borken (https://kreis-borken.de/de/kreisregion/geodatenatlas/). Für Fragen und Anregungen steht Maria Mertens bei der Stadt Borken, Tel. 02861/939-185, zur Verfügung.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 31. Mai 2018 (Zurückgeblättert zum Juni 1968)

Veröffentlicht am 03. Juni 2018 in der Kategorie Presse

(Artikel von 1968)
Mit Herz und Verstand geplant

Übernahme des Vogelgeheges

In die Annalen des Natur- und Vogelschutzvereins Borken dürfte der vergangene Samstag besondere Nennung finden. Deshalb, weil an diesem Tag mit der Übernahme des neuen Vogelgeheges im Stadtpark langjähriges Wunschdenken der Mitglieder seinen Abschluß fand. Die Borkener Vogelfreunde, Meister des Improvisierens, wussten diesen Tag mit einem buntgemixten Programm das Gepräge zu geben.

Der Stadtpark dürfte durch das neue Gehege sein ohnehin attraktives Aussehen verbessert haben. Zumal das städtische Bauamt mit Baurat Hohn an der Spitze die planerische Gesamtgestaltung den gegebenen Verhältnissen anzupassen wusste. Heinrich Renners als Vorsitzender des Natur- und Vogelschutzvereins und Bürgermeister Hellmann fanden hierfür Worte des Dankes und der Anerkennung.

Bürgermeister Hellmann, der nicht zuletzt durch seine manuelle Tätigkeit an der Fertigstellung des Geheges wesentlichen Anteil hatte, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass sich bereits im Jahre 1961 die Pläne zum Bau sich konkretisiert hätten. Wenn mit der Realisierung erst später begonnen worden sei, so deshalb, weil die Finanzfrage einige Schwierigkeiten bereitete. In einer groß angelegten Spendenaktion hätten die Bürger dieser Frage einiges von ihrer Bedeutung genommen. „An nahezu allen Türen wurden die Sammler des Vogelschutzvereins nicht nur mit Freundlichkeit empfangen, sondern mit teilweise sehr großzügigen Spenden auch wieder verabschiedet“, so Hellmann.

Die Spendenaktion habe das erfreuliche Ergebnis von 17.000 DM erbracht, 30.000 DM habe die Stadt beigesteuert, 4 000 Arbeitsstunden die Mitglieder

Vorsitzender Renners ging in seiner Ansprache auch auf die technischen Einrichtungen des Geheges ein. Das städtische Bauamt habe auch hier mit Herz und Verstand geplant, Die sechs Winterquartiere der gefiederten Gäste seien mit Futterautomaten, fließendem Wasser und Heizstrahlern ausgestattet. Das Haus werde von einem Nachtspeicherofen beheizt, der über ein Thermostat geregelt werde.

Link zur Borkener Zeitung

Borkener Zeitung vom 5. Mai 2018

Veröffentlicht am 11. Mai 2018 in der Kategorie Presse

Von Hülskrabben und Pfaffenhütchen

Naturlehrpfad am Ostring

Von Marita Rinke

Hülskrabbe, Feldulme, Birke, Haselnuss…: Bekannte und weniger bekannte Gehölze kann entdecken, wer über den Naturlehrpfad entlang des Ostrings bummelt. Kürzlich hatte der Bauhof hier im Zuge von Pflegemaßnahmen mehrere Bäume gefällt und Sträucher auf den Stock gesetzt (die BZ berichtete). Daraufhin hagelte es in Leserbriefen zum Teil harsche Kritik. Unter anderem hieß es, der Naturlehrpfad müsse mit doppel „e“ statt mit „eh“ geschrieben werden. Ist dem so? Begleitet von Martin Hillenbrand, Mitglied des Natur- und Vogelschutzvereins Borken, ging die BZ der Frage vor Ort nach.

Fazit: Der etwa ein Kilometer lange Lehrpfad zwischen Velener und Rekener Straße verdient seinen Namen nach wie vor. Zwar sieht er aktuell etwas licht aus, doch bis auf wenige Ausnahmen treiben Schneeball, Traubenkirsche und Co. inzwischen wieder aus. „Viele der Pflanzen sind stockausschlagfähig“, erklärt Hillenbrand. Sie müssten sogar regelmäßig zurückgeschnitten werden, wenn sie im unteren Bereich dichter werden sollen. Außerdem bekämen damit benachbarte Pflanzen Licht und Raum, sich zu entwickeln.

Alle zehn Jahre greife die Gemeinde abschnittsweise zu dieser Maßnahme, erklärt Ulrich Lohaus auf BZ-Nachfrage. Er ist in der Verwaltung unter anderem für die Pflege und Unterhaltung der öffentlichen Grünflächen und Grünanlagen verantwortlich. Dazu gehört der Naturlehrpfad, der Anfang der 1980er Jahre in Folge der Flurbereinigung angelegt wurde.

35 unterschiedliche Bäume und Sträucher stehen laut Statistik von Lohaus entlang des Pfades. Überwiegend sind es heimische Gehölze wie die Vogelkirsche, die zum Beispiel in Astquirlen Vögeln Nistmöglichkeiten bietet, oder die klassische Stieleiche. 74 kleine Hinweisschilder – auch sie sollen erneuert werden – informieren über die diversen Pflanzen. Sie geben Auskunft über deutsche und lateinische Namen, Herkunft, Höhe, Blüte und Früchte sowie Eigenschaften und Anforderungen. Wer neugierig ist, erfährt hier einiges. Wer Anregungen für den heimischen Garten sucht, findet sie. Und wer sich ab und an bückt, erkennt, dass sogar die Stümpfe der gefällten Bäume keine nutzlos zurückgelassenen Überbleibsel sind. Kleinstlebewesen wie Ameisen und Insekten haben sich die Plätze erobert.

Lohaus weiß, dass der Verlust mancher Bäume einige der Spaziergänger schmerzt. Fäulnis, Pilze, Stammschäden, die oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen gewesen seien, hätten die Fällungen erforderlich gemacht. „Ein zertifizierter Gutachter kontrolliert die Bäume regelmäßig“, sagt Lohaus. Jeder Schaden sei dokumentiert worden.

„Im Wald hätte mancher Baum vermutlich auch noch stehen bleiben können“, fügt er hinzu. Doch auf einem ausgewiesenen Rundwanderweg sei die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht. „Da gelten strengere Auflagen.“

Hinzu kommt ein natürlicher Lebenslauf. „Manche Pflanzen werden nicht ganz so alt“, erinnert Hillenbrand. Doch in der Natur sei es auch so, dass dort, wo etwas Platz mache, sich etwas Neues entwickle. Die Vielfalt bleibe erhalten. Außerdem kündigt Ulrich Lohaus an, dass Ersatzpflanzungen geplant seien und der Weg erneuert werden soll. „Pfaffenhütchen, Hartriegel und Schlehen würden hier an einigen Stellen noch gut hinpassen“, regt Hillenbrand während des Spaziergangs an, der trotz der auf dem Ring vorbeirauschenden Autos von einem munteren Gezwitscher begleitet wird.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 19. April 2018

Veröffentlicht am 29. April 2018 in der Kategorie Presse

Jugendliche stehlen Küken

Zeugen geusucht

(wic). Aus dem Nistgebäude des Auengeheges des Natur- und Vogelschutzvereins sind am Montagabend gegen 22 Uhr vier Hühnerküken und Futter gestohlen worden. Die Täter, zwei noch unbekannte Jugendliche, waren im Borkener Stadtpark über einen Zaun geklettert, um in das Gehege zu gelangen.

Was die Täter jedoch nicht wussten: In dem Gehege ist eine Videokamera angebracht. Auf den Videoaufnahmen ist daher zu sehen, dass einer der beiden Jugendlichen ein Küken in der Hand hält und später das Gehege mit einem Karton unter dem Arm wieder verlässt. Zudem hatten die Täter Kleidungsstücke der Mitarbeiter durchsucht. Ob dabei auch Gegenstände gestohlen wurden, stehe noch nicht fest, heißt es im Polizeibericht.

Ebenso ist noch nicht bekannt, ob ein Zusammenhang mit dem Diebstahl von sechs usbekischen Tauben besteht, die vor etwa einem Monat aus demselben Gehege gestohlen worden waren. Die Kripo sucht Zeugen, die Hinweise zu dem oder den Diebstählen geben können.: Tel. 02861/9000.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de