Borkener Zeitung vom 21. Februar 2017

Veröffentlicht am 25. Februar 2017 in der Kategorie Presse

Martin Nagel gewinnt Fotowettbewerb

BORKEN (pd/era). Die Sieger des Fotowettbewerbs „[Un]:entdeckte Natur in Borken“ stehen fest. In feierlicher Atmosphäre hat die Stadt Borken gemeinsam mit den örtlichen Naturschutzverbänden die mit bis zu 250 Euro dotierten Preise vergeben. Geladen waren die Preisträger und ihre Familien.

In ihrer Ansprache betonte Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing ein: „Ich danke allen, die mit so viel Leidenschaft teilgenommen haben und beglückwünsche sie. Denn alle Teilnehmer haben eines bereits gewonnen: die Wertschätzung für die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung“.

Den ersten Platz erreichte das Foto „Natur, Lebensraum auf 9 x 9 cm“, aufgenommen von Martin Nagel. Der Sieger hatte einen Zaunpfosten an der Coesfelder Straße/Ecke Landwehr entdeckt. Äußerst beeindruckend fanden er und die Jury, wie viel Leben oder Natur sich auf einem Zaunpfosten widerspiegelt: Morgentau in den Trompetenflechten – Minispinne, die ein Nest baut und einen Krebs, der ein Bad in der Trompetenflechte nimmt, zeigt das Bild. Übrigens, der Durchmesser des Trichters der Trompetenflechte liegt bei nur fünf Millimetern.

Der zweite Preis ging an Susanne Pior für ihre „Feuerwanzen“. Aufgenommen hatte sie ihr Bild am Friedhof Butenwall. „Geheim und doch sehr mächtig in der Vielzahl haben sich die Feuerwanzen in den Baumflechten auf der Rinde versteckt. Die unterschiedlichen Zeichnungen der Körper sehen fast wie ein festlicher Anzug aus und machten das Gewimmel für mich sehr interessant“, so Susanne Pior.

Volker Sander, erkrankungsbedingt bei der Preisverleihung abwesend, belegte gleich zwei Plätze: Die Jury vergab für seine Aufnahmen „Johanni-Käfer“ und „Himmelwärts der Blick…“ den dritten und vierten Platz. Auf einer Kanone der St.-Johanni-Schützen hatte er eine Ansammlung von Marienkäfern entdeckt. „Sie fiel mir sofort ins Auge. Sie haben es sich in einer echten Nische gemütlich gemacht“, so der Fotograf.

Sanders zweites prämiertes Bild „Himmelwärts der Blick“ entstand am Diebesturm. „Ein Blick in den herrlich blauen Himmel beim Diebesturm bringt die Nischenpflanzen und auch die dazwischen aufgespannten Spinnennetze gut zur Geltung“, so Sander.

Den fünften Platz belegte Doreen Grigo mit ihrem Motiv „Holkensturm“.

Der erste Preis in der Kategorie „Kinder“ ging an Ole Hoffboll (elf Jahre) für das Bild „Bereit zum Abheben“. Zu sehen ist eine Libelle (blau-grüne Mosaikjungfer/Weibchen), „die mich anlächelt. Ein Model hätte sich nicht besser in Pose stellen können“, so Ole Hofboll. Darüber hinaus durften sich alle Kinder, die erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen haben, über einen vom Borkener Natur- und Vogelschutzverein gesponserten Nistkasten freuen.

Kurz vor den Weihnachtsferien war die Entscheidung der Jury gefallen (die BZ berichtete). Zur Jury gehörten: Jochen Teroerde und Hans-Wilhelm Grömping vom Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken, August Sühling und Karl Schevel vom Naturschutzbund. Für die Stadt Borken votierten Markus Lask (Leiter der Stabsstelle Kommunikation, Markting, Kultur und Weiterbildung), Dr. Britta Kusch-Arnhold (Leiterin des Forums Altes Rathaus), Anne Büning (Forum Altes Rathaus) und Stefan Wiemann (Tourist-Info) sowie die Fotografin Lisa Kannenbrock (Kreis Borken).

In den kommenden Monaten wird eine Auswahl von zwölf der eingesendeten Fotos jeweils am Beginn des Monats als „Foto des Monats“ publiziert, so die Stadt.

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Exkursion zum NSG „Bislicher Insel“ am 18. Februar

Veröffentlicht am 20. Februar 2017 in der Kategorie Berichte
Fliegende Graugans – Foto: Hans-Wilhelm Grömping

Erst nahm der Bus Fahrt auf zum Naturschutzgebiet Dingdener Heide, in dem auch die ersten Gänse- und Entenarten (vor allem Grau- und Blässgänse sowie Rostgänse, Krick-, Schnatter- und Stockenten) entdeckt wurden.

Das eigentliche Ziel der Exkursion war jedoch das Naturschutzgebiet „Bislicher Insel“ am Niederrhein. Es liegt zwischen Ginderich und Xanten und ist eine der letzten noch intakten Auenlandschaften Deutschlands am Xantener Altrhein. Auf einer Fläche von etwa zwölf Quadratkilometer ist dort ein naturnaher Lebensraum zu finden, der stark vom Rhein geprägt ist. Früher hatte der Rhein ein anderes Bett und es gab neben der heutigen Ortschaft Bislich eine Insel im Rhein. Weil sich der Flusslauf in der Vergangenheit jedoch mehrfach geändert hat, ist diese namensgebende Insel aber inzwischen verschwunden. Heute stehen 8,86 Quadratkilometer der Bislicher Insel unter Naturschutz.

Bei Hochwasser sind Teile der Bislicher Insel geflutet. Auch nach starken Regenfällen stehen manche Wiesen teilweise unter Wasser. Das Wasser zieht viele Vogelarten stark an. Das hat sich unter Naturfreunden herumgesprochen und vor allem Ornithologen suchen dieses Gebiet gerne auf.

Vor allem im Winter halten sich im Kerngebiet an den Seen zahlreiche Wasservögel auf. An den Flutmulden können auch im Sommer zahllose schöne und teils seltene Vögel angetroffen werden. Besonders beeindruckend sind die Mengen an arktischen Gänsen, die hier überwintern. So konnten sich die Teilnehmer der Exkurison an Tausenden von Weißwangen- und Blässgänsen erfreuen, die im besten Licht an der Flutmulde begeisterten.

An den Beobachtungshütten, die für Interessierte eingerichtet wurden, bekamen die Teilnehmer der Exkursion noch seltenere Arten wie Zwergsäger und Löffler zu sehn. Auch zwei Seeadler, die sich seit einigen Jahren im Gebiet aufhalten, waren im Fluge ebenso wie zwei Störche zu beobachten.

In Xanten ließ man sich Kaffee und Kuchen schmecken und nach einem kleinen Ausflug zu einem „Eulenbaum“, in dem seit vielen Jahren Waldohreulen (drei wurden entdeckt) überwintern, ging es mit schönen Eindrücken nach Borken zurück.

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Nachruf

Veröffentlicht am 10. Februar 2017 in der Kategorie Aktuelles

Die Natur hat einen wertvollen Fürsprecher verloren – unser Ehrenvorsitzender Heinz Renners ist verstorben.  Alle Natur-und Vogelfreunde trauern um einen überaus engagierten Kämpfer für die Natur, der am Mittwochabend, 8.Februar 2017 in Borken verstarb. 1928 geboren belebte Heinz Renners den Natur- und Vogelschutzverein Borken, gegründet 1931 im Jahre 1956 wieder und setzte sich und seine ganze Familie fortan für die Belange der Natur ein, wobei er seinen Einsatz und den seiner Helfer nicht nur auf Borken beschränkte. Als Heinz Renners von der Bedrohung der Hallig Norderoog hörte, organisierten er und seine Frau Marlene einen Hilfseinsatz, der letztendlich mit Borkener Know-how zur Rettung führte. Heinz Renners schuf in Borken die Aktion Saubere Landschaft, leitete Exkursionen und zeigte in zahllosen Diavorträgen unzähligen Zuschauern die Schönheit der Natur.  Heinz Renners war einer der Gründungsväter der Naturfördergesellschaft des Kreises Borken. Sein riesiges Engagement wurde 1985 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse gewürdigt. Er lebte sein Motto: Nur was man kennt, das schützt man! Harte, aber immer faire Auseinandersetzungen mit verschiedensten Verhandlungspartnern endeten immer mit seiner liebenswürdigen, aber durchaus ernst gemeinten Aussage „Komm`, lassen wir uns wieder vertragen!“

So werden wir Heinz Renners immer in Erinnerung halten.

Für den Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken e.V.

Der Vorstand
Jochen Teroerde, Hans-Wilhelm Grömping, Ulrich Fischer, Edmund Schroer

Sauberes Borken 2017

Veröffentlicht am 08. Februar 2017 in der Kategorie Aktuelles

Am Samstag, den 4. März 2017 von 14.00 bis 16.00 Uhr in der Innenstadt Borken und am Samstag, den 8. April 2017 um 14.00 Uhr in Marbeck findet die Aktion „Sauberes Borken 2017“ statt.

Die Bürgerinnen und Bürger in Borken sind aufgerufen, unsere schöne Stadt von Müll zu befreien.

Mehr Informationen auf www.borken.de

Borkener Zeitung vom 2. Februar 2017

Veröffentlicht am 06. Februar 2017 in der Kategorie Presse

Abschied aus dem Vorstand

Abschied aus dem Vorstand des Natur und Vogelschutzvereins hat Günter Böing genommen. Er gab bei der Jahreshauptversammlung sein Amt als
Kassierer ab. Sein Nachfolger ist Edmund Schroer.

Jahresbericht: Vorsitzender Jochen Teroerde blickte auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück.
Den Auftakt bildete ein Vortrag über illegale Greifvogelverfolgung, der auf sehr großes Interesse gestoßen sei.
Mit einer Fotoausstellung in der Volksbank Gemen, gut besuchten Exkursionen (als Höhepunkt die Kräuterwanderung mit Gisela Tubes) und weiteren
Vorträgen wurde das Veranstaltungsprogramm fortgesetzt.

Die Werkgruppe räumte im Frühjahr 2016 das Quartier im Keller der Josefschule. Die Räume benötigte die Stadt für die offene Ganztagsschule. Ab dem
Herbst 2016 richteten die Mitglieder Günter Böing, Josef Borchers, Johannes Gröbel, John Horstkamp, Ludger Klein-Ridder und Eberhard Rekers ihre neuen Werkräume im Gemener Schulzentrum her. Ernst nehme der Verein die Themen Integration und Inklusion, so Teroerde.

Bei der Pflege des Vogelgeheges im Stadtpark helfen zwei Flüchtlinge, ebenso ein Kind mit Down-Syndrom.

Wahlen: Wiedergewählt wurden Jochen Teroerde als erster Vorsitzender und Ulrich Fischer als Schriftführer. Hans Wilhelm Grömping
stellte sich als zweiter Vorsitzender für die kommenden zwei Jahre zur Verfügung.
Edmund Schroer kümmert sich als Kassierer um die Finanzen des Vereins.

Link zu www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 7. Januar 2017

Veröffentlicht am 11. Januar 2017 in der Kategorie Presse

Zeitungsartikel aus der Borkener Zeitung vom 7. Januar 2017

Schwäne bekamen kalte Füße

Zwei Schwäne haben am Freitagmittag auf dem Pröbstingsee kalte Füße bekommen. Auf der zufrierenden Wasserfläche war das Vogel-Pärchen kurzzeitig steckengeblieben.

Spaziergänger riefen daher die Feuerwehr. Als die Wehrleute am Ufer eintrafen, „tauten“ die Schwäne auf und konnten sich selbst aus ihrer misslichen Lage befreien.

Link zu www.borkenerzeitung.de

Programm für 2017

Veröffentlicht am 15. Dezember 2016 in der Kategorie Aktuelles

Das Programm des Natur- und Vogelschutzvereins Kreis Borken e.V. für das Jahr 2017 kann ab sofort unter der Seite Veranstaltungen eingesehen und heruntergeladen werden.

Buchvorstellung: Pflanzen und Tiere in der Stadt

Veröffentlicht am 01. Oktober 2016 in der Kategorie Bücher

Gisela Tubes
Pflanzen und Tiere in der Stadt
Suchen – Erkunden – Erleben

Die Natur kann nicht nur im Wald, auf der Wiese oder an einem Bach erkundet werden. Auch die Stadt bietet viele Orte, an denen Kinder und Erwachsene vielfältige und spannende Erlebnistouren unternehmen und Pflanzen und Tiere beobachten können. Der Löwenzahn zum Beispiel wächst nicht nur auf Wiesen und an Straßenrändern, sondern er blüht als robuste Wildpflanze auch zwischen Pflastersteinen. Ebenso sind auch Wildtiere in der Lage, ihre ökologische Nische in der Stadt zu finden. Das neue Buch von Gisela Tubes eröffnet den Lesern und Leserinnen eine Vielzahl an Möglichkeiten, Kindern die facettenreiche Natur näher zu bringen. Die Autorin gliedert das Buch in fünf Lebensräume, denen man typische Pflanzen und Tiere zuordnen kann: Straßen und Wege, Mauern und Häuser, Brachflächen und Bahnanlagen, Parkanlagen und Friedhöfe sowie Gewässer. Der Fokus liegt ganz klar auf sicheren städtischen Orten, die mit Kindern aufgesucht werden können.

Die leicht verständlich und didaktisch gut aufbereitete Vorstellung der am häufigsten vorkommenden Pflanzen und Tiere wird von 55 Spiel- und Erlebnisideen, farbenfrohen Fotos sowie Übersichtstabellen ergänzt. Die zahlreichen Bilder sind zum besseren Verständnis der Themen da, Abbildungen veranschaulichen zudem die Spielideen. Als Orientierungshilfe liefert die Autorin eine Altersempfehlung und einen Hinweis, für welche Jahreszeit sich das Spiel am besten eignet. Das Buch basiert auf dem Konzept, das Gelernte gleich in die Praxis umzusetzen.

Gisela Tubes’ Spiel- und Erlebnisführer spricht Leiter und Leiterinnen von Vorschul- und Grundschulklassen sowie von Kindernaturschutzgruppen an. Aber auch für Familien, die eine Erkundungstour machen wollen, ist Pflanzen und Tiere in der Stadt ein hilfreicher Begleiter.

Gisela Tubes hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Diplom-Landschaftsökologie studiert und lebt seit 1989 in Detmold. Heute ist sie als Autorin für Zeitungen, Zeitschriften und öffentliche Institutionen tätig. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf ökologischen Themen, vor allem der Wildpflanzenkunde. Zum Thema „Wildpflanzen in der Küche“ bietet sie Kräuterwanderungen und Vorträge an.
Gisela Tubes
Pflanzen und Tiere in der Stadt
Suchen – Erkunden – Erleben. Mit 55 Spiel- und Erlebnisideen
1. Aufl., 200 S., 563 farb. Abb., 4 Tab., kart., 21 x 29,7 cm
€ 19,95
ISBN: 978-3-494-01683-2 Best.-Nr.: 494-01683

Borkener Zeitung vom 14. September 2016

Veröffentlicht am 17. September 2016 in der Kategorie Presse

Zeitungsartikel aus der Borkener Zeitung vom 14. September 2016

Aktionstag am Vogelgehege in Borken am 17. September

Einen reichen Kindersegen gab es in diesem Jahr im Vogelgehege im Stadtpark. Wohin man auch blickt, herrscht das große Piepsen und Plustern. „Der Bruterfolg ist sehr groß“, fasst Friedhelm Triphaus vom Natur- und Vogelschutzverein das Sommerhalbjahr zusammen.

Um den Bestand – und die damit verbundenen Kosten – mit Blick auf Herbst und Winter übersichtlich zu halten, wollen die Gehege-Warte viele Vögel gegen eine Spende in gute Hände abgeben. Ob Puten, Paduaner oder Goldfasane – Freunde von Zucht- und Ziergeflügel haben am kommenden Samstag, 17. September, ab 9 Uhr eine große Auswahl.

Der Umbau des Geheges im vergangenen Jahr komme übrigens gut an, sagt Triphaus. Viele Besucher, von jungen Familien bis zu Bewohnern der nahen Senioren-Stätten, nutzten den neuen Besichtigungsgang zwischen den Einzelgehegen.

Freuen würden sich die Vereinsverantwortlichen über weitere Ehrenamtliche, die im wöchentlichen Wechsel bei der Pflege und Fütterung mithelfen. Interessierte können sich unter Tel. 02861/2859 melden.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 10. September 2016

Veröffentlicht am 14. September 2016 in der Kategorie Presse

Zeitungsartikel aus der Borkener Zeitung vom 10. September 2016

Turm-„Hotel“ in Heiden für Fledermäuse und Vögel

Ein Turm-Hotel der besonderen Art hat die Stiftung Kulturlandschaft des Kreises Borken jetzt in Heiden-Leblich eröffnet.

Die Gäste, die hier in der Nähe des Kranenmeeres künftig einfliegen und Quartier beziehen werden, heißen zum Beispiel Haus-Rotschwanz, Turmfalke, Star, Sperling, Dohle, Fledermaus und Hummel.

Auf Anregung des früheren Bürgermeisters Heiner Buß hat die Stiftung die ehemalige Umspannstation mit Unterstützung des Natur- und Vogelschutzvereins Borken während der vergangenen Monate so umgerüstet und ausgestattet, dass Vögel, Fledermäuse und Insekten hier ein neues Zuhause finden können. Der knapp neun Meter hohe Turm soll Bürgern außerdem Anregungen liefern, wie auch sie an ihren Häusern wieder Brut- und Nistmöglichkeiten für zum Teil vom Aussterben bedrohten Tieren schaffen können.

Umspannstation wurde 1958 gebaut

„Es ist die erste nicht mehr benötigte Umspannstation, die so genutzt wird“, sagte Michael Schmidt, Kommunalbetreuer von „innogy“ (früher RWE). Diese hatte den Turm 1958 errichten lassen. „Er diente dazu, den Strom, der über eine Freileitung mit einer Spannung von 10.000 Volt nach Heiden kam, in eine niedrigere Spannungsebene umzuwandeln“, erläuterte Schmidt bei einer symbolischen Schlüsselübergabe am
Donnerstag. Mit einer Spannung von 400 Volt sei der Strom von hier in die Haushalte verteilt worden. Mit der Umstellung der Stromversorgung auf Erdkabel und der Errichtung kompakter Trafo-Stationen würden diese „Zeitzeugnisse der ländlichen Stromversorgung“ nicht mehr benötigt.

Fledermaus-Quartiere hinter der Lärchenholz-Verkleidung

Im oberen Teil erhielt der Turm eine Holzverkleidung. Dabei spielte die Optik allerdings eine nachrangige Rolle, wie Norbert Stuff von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Borken erläuterte. Stuff hatte die Umgestaltung der Umspannstation fachlich begleitet. „Die Lärchen-Holzverschalung ist von hinten offen. Fledermäuse haben so die Möglichkeit, hier Quartier zu beziehen“, erfuhren die Gäste der kleinen Eröffnungsfeier. Weitere Fledermaus-Quartiere seien im Inneren des Turmes geschaffen worden. Die Einflugschneise für die Tiere ist für Passanten sofort zu erkennen.

Erklärungstafeln sind vorgesehen

Erklärungshilfen jedoch werden die meisten bei den unterschiedlichen vom Vogelschutzverein aus Holz gezimmerten Kästen benötigen, die an den vier Turmwänden montiert sind. Zu diesen gehören zum Beispiel die aus Holzbeton gefertigten Nistkästen für Spatzen, das hölzerne „Apartement“ für Hornissen, „die die Wespen fressen“, eine durchlöcherte Baumscheibe für Insekten, Brutkästen für Mauersegler und Schwalben. Tafeln mit entsprechenden Erklärungen sollen noch erstellt und am Turm montiert werden. Um Konflikte zu vermeiden, habe man allerdings auf Nistmöglichkeiten für Schleiereulen verzichtet. „Sie fressen Fledermäuse“, so Stuff.

Dieses „Hotel“ sei „etwas ganz Besonderes“, waren sich Bürgermeister Hans-Jürgen Benson und Edith Gülker von der Stiftung Kulturlandschaft einig. Sie hoffen, dass viele Tiere das Angebot annehmen und das Beispiel Nachahmer findet.

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