Aktuelles: Berichte

Vogelkundliche Wanderung um den Pröbsting-See

Veröffentlicht am 12. Mai 2017 in der Kategorie Berichte

Um 8 Uhr morgens trafen sich am Samstag, dem 6. Mai, mehr als 40 Personen an der Kapelle im Pröbsting, um bei einer Wanderung den Vogelstimmen zu lauschen und um den ein oder anderen Vogel zu beobachten.

Auf der einen Seite zeigt die hohe Zahl der Teilnehmer auf, wie hoch das Interesse der Menschen an der Natur und den Vögeln auch heute noch ist, auf der anderen Seite ist es natürlich schwer, mit 40 Personen denselben Stimmen zu lauschen und so waren manche Vögel längst weg, wenn das Ende der „Prozession“ vorübergezogen war. Eindrucksvolles bekamen aber dennoch alle zu hören oder zu sehen: Nachtigallen sangen z.B. unbeeindruckt von ihren Zuhörern lautstark und wohlklingend in den Büschen und verzückten ihre Zuhörer. Auch den Eisvogel bekamen die meisten Teilnehmer zu sehen. Nachtigall und Eisvogel sind typische Vögel im Pröbsting wie auch Garten- und Mönchsgrasmücke, Zilpzalp und Fitis, die wie Rotkehlchen, Zaunkönig oder Buchfink gut vertreten sind oder Grau- und Nilgänse, Bläss- und Teichrallen, die wie die Haubentauchern den See bewohnen.

Dem Wunsch vieler Teilnehmer, vogelkundliche Wanderungen häufiger durchzuführen, möchte der Natur- und Vogelschutzverein in Zukunft auf jeden Fall entsprechen und deshalb ab 2018 vermehrt anbieten.

Vor dem Frühstück zu den Wildpferden

Veröffentlicht am 15. April 2017 in der Kategorie Berichte

Als einen überaus gelungenen Versuch kann man die Frühaufsteher-Exkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Kreis Borken e.V. zu den Wildpferden im Merfelder Bruch bezeichnen. 40 Personen folgten am Gründonnerstag ab 6.30 Uhr den Ausführungen der Revierförsterin Friderike Rövekamp.

Sie informierte ausführlich über die Biologie, das Sozialverhalten der Wildpferde, beantwortete Fragen zur Fütterung und zur medizinischen Versorgung der Tiere. Weiterhin informierte Frau Rövekamp über aktuelle Forschungsergebnisse der TU Hannover und die Ergebnisse daraus im Herdenmanagement und beantwortete zudem zahlreiche Fragen der Exkursionsteilnehmer.

Die Gruppe aus dem Borkener Raum kam sehr nah an die Wildpferde heran, schoss Fotos der Vierbeiner, ebenso von einem Rotmilan, der aus luftiger Höhe das Geschehen beobachtete. Gegen 7.45 Uhr war der Wissenshunger der Exkursionsteilnehmer gestillt und der eigene, kleine Hunger meldete sich, sodass Mann, Frau und Kind um einige Erkenntnisse reicher nach Hause zum Frühstückstisch reiste.

Exkursion zum NSG „Bislicher Insel“ am 18. Februar

Veröffentlicht am 20. Februar 2017 in der Kategorie Berichte
Fliegende Graugans – Foto: Hans-Wilhelm Grömping

Erst nahm der Bus Fahrt auf zum Naturschutzgebiet Dingdener Heide, in dem auch die ersten Gänse- und Entenarten (vor allem Grau- und Blässgänse sowie Rostgänse, Krick-, Schnatter- und Stockenten) entdeckt wurden.

Das eigentliche Ziel der Exkursion war jedoch das Naturschutzgebiet „Bislicher Insel“ am Niederrhein. Es liegt zwischen Ginderich und Xanten und ist eine der letzten noch intakten Auenlandschaften Deutschlands am Xantener Altrhein. Auf einer Fläche von etwa zwölf Quadratkilometer ist dort ein naturnaher Lebensraum zu finden, der stark vom Rhein geprägt ist. Früher hatte der Rhein ein anderes Bett und es gab neben der heutigen Ortschaft Bislich eine Insel im Rhein. Weil sich der Flusslauf in der Vergangenheit jedoch mehrfach geändert hat, ist diese namensgebende Insel aber inzwischen verschwunden. Heute stehen 8,86 Quadratkilometer der Bislicher Insel unter Naturschutz.

Bei Hochwasser sind Teile der Bislicher Insel geflutet. Auch nach starken Regenfällen stehen manche Wiesen teilweise unter Wasser. Das Wasser zieht viele Vogelarten stark an. Das hat sich unter Naturfreunden herumgesprochen und vor allem Ornithologen suchen dieses Gebiet gerne auf.

Vor allem im Winter halten sich im Kerngebiet an den Seen zahlreiche Wasservögel auf. An den Flutmulden können auch im Sommer zahllose schöne und teils seltene Vögel angetroffen werden. Besonders beeindruckend sind die Mengen an arktischen Gänsen, die hier überwintern. So konnten sich die Teilnehmer der Exkurison an Tausenden von Weißwangen- und Blässgänsen erfreuen, die im besten Licht an der Flutmulde begeisterten.

An den Beobachtungshütten, die für Interessierte eingerichtet wurden, bekamen die Teilnehmer der Exkursion noch seltenere Arten wie Zwergsäger und Löffler zu sehn. Auch zwei Seeadler, die sich seit einigen Jahren im Gebiet aufhalten, waren im Fluge ebenso wie zwei Störche zu beobachten.

In Xanten ließ man sich Kaffee und Kuchen schmecken und nach einem kleinen Ausflug zu einem „Eulenbaum“, in dem seit vielen Jahren Waldohreulen (drei wurden entdeckt) überwintern, ging es mit schönen Eindrücken nach Borken zurück.