Aktuelles: Presse

Borkener Zeitung vom 22. August 2018

Veröffentlicht am 07. September 2018 in der Kategorie Presse

Dem Vogelgehege täte menschliche Hilfe gut

Von Sven Kauffelt

Vor Karl muss man sich ein bisschen in acht nehmen. Er hat nicht nur ein großes Ego, sondern auch einen spitzen Schnabel und wenig Hemmungen, ihn einzusetzen. Jochen Teroerde nimmt lieber mal einen Bambusstock mit ins Gehege des Puters. Man weiß ja nie. Karl ist eindeutig der Boss im Vogelgehege.

Seit genau 50 Jahren unterhält der Natur- und Vogelschutzverein das Gehege im Stadtpark. „Wir haben hier richtig viele Besucher“, sagt der Vereinsvorsitzende Teroerde stolz. Vor allem der Umbau eines Teils der Anlage in Eigenregie hat den Vogelpark aufgewertet. Gerade sind zwei Erzieherinnen der Kindertagespflege Hula Dues mit vier Kindern da. Jochen Teroerde schenkt jedem der kleinen Besucher eine Pfauenfeder. „Wenn das Wetter es zulässt, sind wir immer hier“, sagt eine Erzieherin.

400 Tiere leben derzeit im Vogelgehege – von Karl, dem Boss, bis zu Taubenküken, die unter einer Wärmelampe aufgezogen werden. Das Futter kauft der Verein selbst. 3000 Euro seien das im Jahr, sagt Edmund Schroer, der Kassierer. Auch die Pflege der Anlage übernehmen die Mitglieder selbst. „Eine Heidenarbeit“, erzählt Schriftführer Ulrich Fischer. Und da hat der Verein ein Problem. „Dauerhaft wird das nicht funktionieren“, sagt Jochen Teroerde.

Die viele Arbeit lastet auf zu wenigen Schultern. Keine Handvoll der Mitglieder füttert die Tiere, säubert einmal wöchentlich die Gehege. Ohne den fleißigen Alfons Benning, sagt Edmund Schroer, wären sie aufgeschmissen. „Wir brauchen Hilfe“, sagt der Kassierer unmissverständlich. Allein könnten die Ehrenamtlichen das nicht leisten. Die Hoffnung des Vereins ist das Rathaus. Die Stadt Borken unterstütze den Verein schon sehr, berichten die drei Vorstände: Den Sand für die Gehege bekommen sie umsonst, auch der Müll wird abgeholt. „Was wir bräuchten, wäre eine 450-Euro-Kraft, die hier mit anpackt“, sagt Teroerde. Sie seien dazu in Gesprächen mit der Stadt – Ende offen.

Der viele Nachwuchs hat dafür gesorgt, dass das Gehege derzeit ganz schön voll ist. Einige Jungtiere der selteneren Arten verkauft der Verein auch an Züchter. Die Kombination aus dem Erhalten der Arten und dem Angebot für Besucher ist ein wichtiges Element.

Während der Führung an Tauben, Hühnern und Fasanen vorbei kommen immer wieder Besucher. Eine Mutter mit Kind, ein Pärchen, das einen alten Herrn im Rollstuhl spazieren fährt. „Das Schöne hier ist“, sagt Edmund Schroer, „dass Menschen aller Generationen gerne herkommen.“ Er selbst ist häufiger mit seinem Enkel hier, „und bei ihm sieht man schon, wie sehr sich Kinder vor allem für die jungen Tiere begeistern“. Die Ausnahme ist Karl. Der ist nicht mehr jung, fasziniert aber sehr. Solange man nicht in sein Gehege geht.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 6. Juli 2018

Veröffentlicht am 14. Juli 2018 in der Kategorie Presse

Grenzverläufe einhalten

Appell an Landwirte

(pd). Wirtschaftswege sind nicht nur Verkehrsadern im Außenbereich, sondern auch wichtige Netzstrukturen im Naturhaushalt. Blühende Wegeränder und Wallhecken seien eine Augenweide für Radfahrer, aber vor allem Nahrungsquelle, Rückzugsort und Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und Kleinstlebewesen, ohne die unsere Umwelt deutlich ärmer wäre, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Borken. Bereits seit einigen Jahren hätten diese Saumstrukturen für den Naturhaushalt an Bedeutung gewonnen.

In vielen Gesprächen mit den politischen Gremien und Vertretern der Landwirtschaft habe die Stadt deutlich gemacht, dass die Einhaltung der Grundstücksgrenzen unerlässlich für die Entwicklung und das Funktionieren dieser Saumstrukturen ist. Der respektvolle Umgang mit Eigentumsgrenzen zum Wohle der Natur sei hierbei immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, heißt es weiter.

Vielfach seien bereits Erfolge sichtbar. Es ist allerdings auch festzustellen, dass es Bereiche gibt, in denen Bewirtschaftungsgrenze und Weggrenze noch nicht identisch sind. Überackern finde immer noch statt.

Zurzeit ist die Getreideernte in vollem Gange, viele Felder sind bereits abgeerntet und warten neben Regen auf die nächste Einsaat. Die weiteren Kulturen werden folgen. Die Stadt Borken appelliert daher eindringlich an alle Bewirtschafter, Pächter und Eigentümer, vor Neueinsaat die tatsächlichen Weggrenzen einzuhalten und das Eigentum der Stadt Borken nicht zu bewirtschaften. Nur so können Artenvielfalt und Attraktivität unserer Landschaft erhalten und entwickelt werden.

Einen schnellen Überblick über den tatsächlichen Grenzverlauf bietet der Geodatenatlas des Kreises Borken (https://kreis-borken.de/de/kreisregion/geodatenatlas/). Für Fragen und Anregungen steht Maria Mertens bei der Stadt Borken, Tel. 02861/939-185, zur Verfügung.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 31. Mai 2018 (Zurückgeblättert zum Juni 1968)

Veröffentlicht am 03. Juni 2018 in der Kategorie Presse

(Artikel von 1968)
Mit Herz und Verstand geplant

Übernahme des Vogelgeheges

In die Annalen des Natur- und Vogelschutzvereins Borken dürfte der vergangene Samstag besondere Nennung finden. Deshalb, weil an diesem Tag mit der Übernahme des neuen Vogelgeheges im Stadtpark langjähriges Wunschdenken der Mitglieder seinen Abschluß fand. Die Borkener Vogelfreunde, Meister des Improvisierens, wussten diesen Tag mit einem buntgemixten Programm das Gepräge zu geben.

Der Stadtpark dürfte durch das neue Gehege sein ohnehin attraktives Aussehen verbessert haben. Zumal das städtische Bauamt mit Baurat Hohn an der Spitze die planerische Gesamtgestaltung den gegebenen Verhältnissen anzupassen wusste. Heinrich Renners als Vorsitzender des Natur- und Vogelschutzvereins und Bürgermeister Hellmann fanden hierfür Worte des Dankes und der Anerkennung.

Bürgermeister Hellmann, der nicht zuletzt durch seine manuelle Tätigkeit an der Fertigstellung des Geheges wesentlichen Anteil hatte, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass sich bereits im Jahre 1961 die Pläne zum Bau sich konkretisiert hätten. Wenn mit der Realisierung erst später begonnen worden sei, so deshalb, weil die Finanzfrage einige Schwierigkeiten bereitete. In einer groß angelegten Spendenaktion hätten die Bürger dieser Frage einiges von ihrer Bedeutung genommen. „An nahezu allen Türen wurden die Sammler des Vogelschutzvereins nicht nur mit Freundlichkeit empfangen, sondern mit teilweise sehr großzügigen Spenden auch wieder verabschiedet“, so Hellmann.

Die Spendenaktion habe das erfreuliche Ergebnis von 17.000 DM erbracht, 30.000 DM habe die Stadt beigesteuert, 4 000 Arbeitsstunden die Mitglieder

Vorsitzender Renners ging in seiner Ansprache auch auf die technischen Einrichtungen des Geheges ein. Das städtische Bauamt habe auch hier mit Herz und Verstand geplant, Die sechs Winterquartiere der gefiederten Gäste seien mit Futterautomaten, fließendem Wasser und Heizstrahlern ausgestattet. Das Haus werde von einem Nachtspeicherofen beheizt, der über ein Thermostat geregelt werde.

Link zur Borkener Zeitung

Borkener Zeitung vom 5. Mai 2018

Veröffentlicht am 11. Mai 2018 in der Kategorie Presse

Von Hülskrabben und Pfaffenhütchen

Naturlehrpfad am Ostring

Von Marita Rinke

Hülskrabbe, Feldulme, Birke, Haselnuss…: Bekannte und weniger bekannte Gehölze kann entdecken, wer über den Naturlehrpfad entlang des Ostrings bummelt. Kürzlich hatte der Bauhof hier im Zuge von Pflegemaßnahmen mehrere Bäume gefällt und Sträucher auf den Stock gesetzt (die BZ berichtete). Daraufhin hagelte es in Leserbriefen zum Teil harsche Kritik. Unter anderem hieß es, der Naturlehrpfad müsse mit doppel „e“ statt mit „eh“ geschrieben werden. Ist dem so? Begleitet von Martin Hillenbrand, Mitglied des Natur- und Vogelschutzvereins Borken, ging die BZ der Frage vor Ort nach.

Fazit: Der etwa ein Kilometer lange Lehrpfad zwischen Velener und Rekener Straße verdient seinen Namen nach wie vor. Zwar sieht er aktuell etwas licht aus, doch bis auf wenige Ausnahmen treiben Schneeball, Traubenkirsche und Co. inzwischen wieder aus. „Viele der Pflanzen sind stockausschlagfähig“, erklärt Hillenbrand. Sie müssten sogar regelmäßig zurückgeschnitten werden, wenn sie im unteren Bereich dichter werden sollen. Außerdem bekämen damit benachbarte Pflanzen Licht und Raum, sich zu entwickeln.

Alle zehn Jahre greife die Gemeinde abschnittsweise zu dieser Maßnahme, erklärt Ulrich Lohaus auf BZ-Nachfrage. Er ist in der Verwaltung unter anderem für die Pflege und Unterhaltung der öffentlichen Grünflächen und Grünanlagen verantwortlich. Dazu gehört der Naturlehrpfad, der Anfang der 1980er Jahre in Folge der Flurbereinigung angelegt wurde.

35 unterschiedliche Bäume und Sträucher stehen laut Statistik von Lohaus entlang des Pfades. Überwiegend sind es heimische Gehölze wie die Vogelkirsche, die zum Beispiel in Astquirlen Vögeln Nistmöglichkeiten bietet, oder die klassische Stieleiche. 74 kleine Hinweisschilder – auch sie sollen erneuert werden – informieren über die diversen Pflanzen. Sie geben Auskunft über deutsche und lateinische Namen, Herkunft, Höhe, Blüte und Früchte sowie Eigenschaften und Anforderungen. Wer neugierig ist, erfährt hier einiges. Wer Anregungen für den heimischen Garten sucht, findet sie. Und wer sich ab und an bückt, erkennt, dass sogar die Stümpfe der gefällten Bäume keine nutzlos zurückgelassenen Überbleibsel sind. Kleinstlebewesen wie Ameisen und Insekten haben sich die Plätze erobert.

Lohaus weiß, dass der Verlust mancher Bäume einige der Spaziergänger schmerzt. Fäulnis, Pilze, Stammschäden, die oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen gewesen seien, hätten die Fällungen erforderlich gemacht. „Ein zertifizierter Gutachter kontrolliert die Bäume regelmäßig“, sagt Lohaus. Jeder Schaden sei dokumentiert worden.

„Im Wald hätte mancher Baum vermutlich auch noch stehen bleiben können“, fügt er hinzu. Doch auf einem ausgewiesenen Rundwanderweg sei die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht. „Da gelten strengere Auflagen.“

Hinzu kommt ein natürlicher Lebenslauf. „Manche Pflanzen werden nicht ganz so alt“, erinnert Hillenbrand. Doch in der Natur sei es auch so, dass dort, wo etwas Platz mache, sich etwas Neues entwickle. Die Vielfalt bleibe erhalten. Außerdem kündigt Ulrich Lohaus an, dass Ersatzpflanzungen geplant seien und der Weg erneuert werden soll. „Pfaffenhütchen, Hartriegel und Schlehen würden hier an einigen Stellen noch gut hinpassen“, regt Hillenbrand während des Spaziergangs an, der trotz der auf dem Ring vorbeirauschenden Autos von einem munteren Gezwitscher begleitet wird.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 19. April 2018

Veröffentlicht am 29. April 2018 in der Kategorie Presse

Jugendliche stehlen Küken

Zeugen geusucht

(wic). Aus dem Nistgebäude des Auengeheges des Natur- und Vogelschutzvereins sind am Montagabend gegen 22 Uhr vier Hühnerküken und Futter gestohlen worden. Die Täter, zwei noch unbekannte Jugendliche, waren im Borkener Stadtpark über einen Zaun geklettert, um in das Gehege zu gelangen.

Was die Täter jedoch nicht wussten: In dem Gehege ist eine Videokamera angebracht. Auf den Videoaufnahmen ist daher zu sehen, dass einer der beiden Jugendlichen ein Küken in der Hand hält und später das Gehege mit einem Karton unter dem Arm wieder verlässt. Zudem hatten die Täter Kleidungsstücke der Mitarbeiter durchsucht. Ob dabei auch Gegenstände gestohlen wurden, stehe noch nicht fest, heißt es im Polizeibericht.

Ebenso ist noch nicht bekannt, ob ein Zusammenhang mit dem Diebstahl von sechs usbekischen Tauben besteht, die vor etwa einem Monat aus demselben Gehege gestohlen worden waren. Die Kripo sucht Zeugen, die Hinweise zu dem oder den Diebstählen geben können.: Tel. 02861/9000.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 9. April 2018

Veröffentlicht am 28. April 2018 in der Kategorie Presse

Kleines Abenteuer im Sternbusch

Förster führt Naturfreunde durch den Wald

Von Christa Niermann

Revierförster Holger Eggert vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW führte am Samstagnachmittag mehr als 45 Naturliebhaber durch den Sternbusch in Gemen. Organisiert hat die Exkursion der Natur- und Vogelschutzverein. Dessen Schatzmeister Edmund Schroer freute sich sehr über die mehr als 15 Jungen und Mädchen, die viel über den Wald und dessen Bewohner erfahren möchten.

Schon nach kurzer Zeit verlässt die Gruppe den Weg und wandert in den Wald hinein. An einer Stiel-Eiche oder auch „Deutschen Eiche“ genannt, macht Eggert halt. Er lässt die Kinder raten, wie alt dieser Baum wohl ist. Nicht nur die Kinder staunen, als sie hören, dass dieser Baum seit gut 200 Jahren hier wächst. Die älteste deutsche Eiche ist etwa 1000 bis 1400 Jahre alt und steht in Erle, beschreibt Eggert die Baumart, die wertvolles Holz liefert. Der Förster informiert, dass im Sternbusch alle heimischen Bäume wachsen. „Junge und alte, dicke und dünne Bäume stehen hier nebeneinander.“ Es gebe keinen Kahlschlag mehr, bei dem alle Bäume eines Waldstücks gleichzeitig gefällt würden. Die Durchforstung eines Waldes finde alle acht bis zehn Jahre statt, informiert er. Als Förster muss er auf das Gleichgewicht als Mischwald achten. Wenn unterschiedliche Baumarten nebeneinander wachsen und unterschiedlich alte Bäume zusammenstehen, kann ein Sturm weniger Schaden anrichten.

Ein gemischter Wald ist „naturnah“. Und das ist auch gut für die Tiere des Waldes. So fänden sich in einem naturnahen Wald immer auch alte und tote Bäume. „Vor allem Insekten, Pilze und Tiere brauchen diese zum Überleben“, führt Eggert aus. Rotbuche, Erle, Lärche, deren hartes Holz durch den hohen Harzgehalt sehr witterungsbeständig ist und überwiegend für Fenster und Türen genutzt wird, wachsen hier dicht beieinander.

Die Kiefer werde kaum noch angepflanzt, erklärt er weiter. „Das Holz ist einfach zu krumm gewachsen.“ In früheren Zeiten wurde diese Holzart gerne als Grubenholz und für den Schiffsbau verwandt. Faszinierend finden es nicht nur die Kinder zu hören, dass Kiefernholz, wenn es größeren Belastungen ausgesetzt wird, laute Knackgeräusche abgibt. So seien erfahrene Bergleute durch dieses Knacken vor Gefahren gewarnt worden.

Natürlich gibt es auch jede Menge Tiere im Sternbusch. „Eigentlich alle einheimischen Tiere sind hier zu Hause.“ Die Kinder zählen dann viele Tiere auf, die sie kennen: Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Wiesel, Hasen, Kaninchen, Rehe und noch viele andere Tiere mehr. „Hier gibt es mehr Rehe als die meisten glauben“, erklärt Förster Eggert.

Am späten Nachmittag endet der Ausflug in den Sternbusch. Da geht es durch tiefes Laub und Gehölz. Auch Wassergräben gilt es zu überwinden. Bemerkenswert ist zu beobachten, wie selbstverständlich die jüngeren Teilnehmern den älteren helfen, diese Hürden zu meistern.

„Das ist schon richtig klasse“, sagt einer der Teilnehmer. So endet eine richtig schöne und informative Naturerkundung, die sich für den einen oder anderen wie ein kleines Abenteuer anfühlt.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 10. März 2018

Veröffentlicht am 16. März 2018 in der Kategorie Presse

Toter Wanderfalke in Borken

Ein toter Wanderfalke ist in einem Garten an der Bullenkämpe gefunden worden. Wie Jochen Teroerde vom Natur- und Vogelschutzverein mitteilt, gebe es Parallelen zu dem Fall in Bocholt. Dort war kürzlich ein Wanderfalke mit Schrot beschossen worden und verendet. Passanten hatten den schwer verletzten Vogel an der Josefskirche gefunden und den Tiernotruf alarmiert. Das Tier starb auf dem Weg zum Tierarzt.

Die Vermutung liege nahe, so Teroerde, dass auch bei dem in Borken gefundenen Greifvogel eine unnatürliche Todesursache vorliegen könnte. Zur Klärung der Todesursache werde das Tier am Dienstag in Münster untersucht. Falls es sich um eine unnatürliche Todesursache handelt, werde der Natur- und Vogelschutzverein eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten und eine Belohnung aussetzen für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führe.

Wanderfalken sind wie alle anderen Greifvögel gesetzlich geschützt, ihr Abschuss ist eine Straftat.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 23. Februar 2018

Veröffentlicht am 27. Februar 2018 in der Kategorie Presse

Zu früh für den Frühling

BZ-Leser sichten Weißstörche / „Überwinterer“ statt Zugvögel

Von Peter Berger

. Störche in Sicht – das teilten BZ-Leser in dieser Woche wiederholt der Redaktion mit. Gleich ein Dutzend Exemplare des auffälligen Vogels wurden am Dienstag erst an der Vardingholter Straße, dann an der Landwehr beobachtet. Sind sie Vorboten des Frühlings? Die Antwort des Borkener Vogel-Kenners Hans-Wilhelm Grömping lautet: „Nein“.

Störche seien zwar nach wie vor Zugvögel. Im Winter gehe es teils tausende Kilometer gen Süden. Störche fliegen westlich über die Straße von Gibraltar oder östlich über den Bosporus Richtung Afrika, um die Wasserfläche des Mittelmeers nicht an einem Stück bewältigen zu müssen. „Das hat man vielleicht noch aus dem Bio-Unterricht behalten“, so Grömping schmunzelnd. Von Zeit zu Zeit gebe es unter den Störchen aber auch viele „Überwinterer“ in heimischen Breiten. Wer am Niederrhein unterwegs ist, sehe sie dort nicht selten in den Wiesen stehen. Was früher als Zwischenlandung auserkoren wurde, sei heute durchaus ein längeres Winterquartier.

Das nächste Brutpaar ist in der Dingdener Heide zu finden. Ob sich auch in und um Borken Störche ansiedeln könnten, sei schwer zu sagen, so Jochen Teroerde, erster Vorsitzender vom Natur- und Vogelschutzverein. Der Pröbstingsee plus die Auen drumherum oder der Becking zwischen Borken und Gemen seien wahrscheinlich zu klein oder „zu wuselig“, so Teroerde.

Der für die nächsten Tage angekündigte Dauerfrost könnte für Störche und weitere Arten noch zum Problem werden. Auf hartgefrorenen Böden lässt sich schwer Beute machen.

Wenn der (Klapper-)Storch als Frühlingsbote nicht taugt, dann vielleicht als Vorbote für Kindersegen? Wer an diese fabelhaften Fähigkeiten von „Meister Adebar“ glaubt, sollte sich Ende dieses Jahres mal die Borkener Geburtenstatistik näher anschauen.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 22. Februar 2018

Veröffentlicht am 26. Februar 2018 in der Kategorie Presse

Vogelschützer sammeln Müll

„Braucht jemand noch ein Fahrrad, oder einen Motor oder ein paar Schirme oder, oder, oder…?“, fragt Jochen Teroerde vom Natur- und Vogelschutzverein. Eine Gruppe der Vereinsmitglieder hat jetzt das Gebiet um den Schniggenteich (zwischen Stadtpark und Schulzentrum) in Borken gereinigt. Die Helfer wunderten sich, dass Zeitgenossen erhebliche Mühe auf sich nehmen, Unrat dort zu entsorgen, obwohl es doch genug Möglichkeiten gebe, seinen Müll ordnungsgemäß und mühelos zu entsorgen. Das Bild zeigt die Helfer mit der Ausbeute einer Stunde Sammelns.

Link zur Borkener Zeitung

Borkener Zeitung vom 16. Januar 2018

Veröffentlicht am 22. Januar 2018 in der Kategorie Presse

Baumverluste werden ausgeglichen

Beigeordneter Jürgen Kuhlmann berichtet beim Natur- und Vogelschutzverein über „Baum-Management“

(mhs). Zwei große Themen hatte der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken bei seiner Versammlung im Hotel Demming auf der Agenda: die Aufgabe des geplanten Gewerbeparks an der A31 und das „Baum-Mangement“ der Stadt Borken.

Vereinsmitglied Martin Hellenkamp gab zu Beginn einige Statements zum Thema Gewerbepark ab. Letztlich seien die Aktivitäten der bereits im Jahre 2008 gegründeten Bürgerinitiative unter reger Beteiligung des Natur- und Vogelschutzbundes ursächlich dafür, dass die Baupläne von drei Gemeinden seit Dezember des vergangenen Jahres nun endgültig vom Tisch seien und die Natur am geplanten Standort verschont bleibe.

Als externe Referenten zum Thema „Baum-Management der Stadt Borken“ waren Jürgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter, sowie der Fachabteilungsleiter Grün der Stadt Borken, Michael Gesing, eingeladen. Kuhlmann stellte zu Beginn seines Vortrages die sozialen Komponenten heraus, die die Bereitstellung von Grünflächen als soziale Treffpunkte und niedrigschwellige Begegnungsstätten gleichermaßen hätten. In diesem Kontext sei es im Rahmen der Stadtentwicklung für alle Beteiligten der öffentlichen Hand immer wieder wichtig, vernetzte und leicht zugängliche Räume für die Bürger der Kreisstadt zu schaffen.

Wo Eingriffe erfolgen, müsse auch ausgeglichen werden, das sei Selbstverständnis und gesetzliche Verpflichtung zugleich, betonten beide Referenten. Insbesondere vor der Erkenntnis des unstreitigen Insektenrückgangs sehe man sich in der Pflicht, die Region klimatechnisch und ökologisch in der Balance zu halten. Die Stadt Borken sei jedoch nicht nur verantwortlich für den Erhalt von etwa 300 Kilometern Wallhecken und die Bewirtschaftung vieler Hektar Grünflächen, sondern betreibe mittlerweile ein digitales Baumkataster, in dem der gesamte Baumbestand auf städtischem Gebiet katalogisiert und fortlaufend aktualisiert wird. Transparenz der städtischen Maßnahmen stehe auf der Verwaltungs-Agenda an oberster Stelle, wenngleich man sich bewusst sei, nicht immer alle Bürger zu jeder Zeit zu erreichen.

Unstreitig sei, dass die Interessen des Natur- und Vogelschutzvereins einen hohen Stellenwert einnähmen und dass Verwaltung und Politik sich bei der Rodung alter Baumbestände, wie in Kürze an der Mühlenstraße geplant, Entscheidungen nicht leicht mache, betonte der Beigeordnete Jürgen Kuhlmann.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de