Vortrag am 14. September
Der Vortrag: „Wie entwickeln sich Borkenkäferkalamitätsflächen?“ mit dem Revierförster Holger Eggert muss auf das kommende Jahr verschoben werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Der Vortrag: „Wie entwickeln sich Borkenkäferkalamitätsflächen?“ mit dem Revierförster Holger Eggert muss auf das kommende Jahr verschoben werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Falken werden flügge
Bald bereit zum ersten Ausflug: Die jungen Turmfalken, die vor einigen Wochen im Nest oben am Wedemhoveturm geschlüpft waren, scheinen flügge zu werden. Mal zwei, mal drei Jungtiere sitzen in diesen Tagen auf dem Rand des Nestes, das der Natur- und Vogelschutzverein den Tieren vor einem der Fenster eingerichtet hat. Hin und wieder lassen sich auch die Alttiere noch am Nest sehen. Bald werden die fünf Jungtiere, die in diesem Jahr schlüpften, auf eigene Faust die Umgebung erkunden. Zu beobachten ist das Treiben im Nest über eine Webcam auf nuv-borken.de
Die Falken-Webcam am Wedemhoveturm ist nun wieder aktiv. Die Falken sind derzeit hauptsächlich morgens zwischen 7 und 10 Uhr dort zu sehen.
Die Naturschutzverbände im Kreis Borken (BUND Kreisgruppe Borken, Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken und NABU Kreisverband Borken) sind entsetzt über die zurückliegenden Verlautbarungen rechter Gruppierungen und distanzieren sich nachdrücklich von völkischem und menschenverachtendem Gedankengut. Wir pflegen ein offenes und antidiskriminierendes Miteinander und in unseren Verbänden ist jeder willkommen, um sich für den Erhalt unserer gemeinsamen Natur und Umwelt zu engagieren. Dies unabhängig von Staatsangehörigkeit, Hautfarbe, kulturellem, religiösem Hintergrund oder sexueller Orientierung. Wir stehen auf dem Boden unserer Verfassung, in der die Würde jedes Menschen unantastbar ist.

Mein Freund, der Baum
Von der Last der Jahrhunderte gebeugt steht sie da, auf Holzkrücken gestützt: die Erler Femeiche. Sie und weniger bekannte, aber ebenso eindrucksvolle „Kolleginnen“ der Eiche hat Marianne Bellenhaus im Bild festgehalten. Und daraus eine Foto-Ausstellung gemacht.
„Bäume“, sinniert die Künstlerin, „sind unsere Brüder, und sie erzählen uns Geschichten.“ Wo sie geht und steht, hat Bellenhaus ihre Kamera dabei. Und das schon seit Jahrzehnten. Ihre Fotobücher, die inzwischen zu einer stattlichen Sammlung angewachsen sind, spiegeln nicht nur ihren künstlerischen Ansatz wider, sondern enthalten auch Borkener Zeitgeschichte. Das alte Bahnhofsgebäude zum Beispiel oder die Mietshäuser an der Hawerkämpe , nicht zu vergessen die Häuserzeile an der Mühlenstraße hat Bellenhaus, die in ihrem aktiven Berufsleben Schulleiterin in Dorsten war, ebenso dokumentiert wie das neu entstehende Mühlenquartier. Ein besonderes Faible hat sie für Lost Places entwickelt. Orte, die dem Verfall ausgesetzt sind und bei näherem Hinsehen ihren ganz eigenen Charme entfalten. Wo was bröckelt und blättert, rumliegt und rostet, verwildert und verfällt, da ist sie zur Stelle. Kacheln, Fenster, altes Inventar – all diese Dinge erzählen die Geschichte vom Nicht-mehr-gebraucht-werden. „Fotos sind Lichtbilder“, sagt Marianne Bellenhaus und sie meint das ganz wörtlich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Aufnahme mit der Trauerweide am Pröbstingsee. Die Sonne, die sich durch den Nebel Bahn bricht, lässt den Baum, der sich im Wasser spiegelt, nur noch majestätischer wirken. Am liebsten fotografiert sie Eichen und Co. während der „kahlen„ Jahreszeit. Im unbelaubten Zustand würden die Verästelungen und damit die grafischen Strukturen der Bäume viel besser sichtbar werden. Auch die Borken und Rinden sind für Marianne Bellenhaus lohnende Motive, regen doch die eigentümlichen Verwachsungen die Fantasie an.
Fotogenen Bäumen läuft Marianne Bellenhaus nicht nur in Borken über den Weg. Auf ihren Streifzügen ist sie unter anderem in Berlin fündig geworden. Das Exemplar, das sich mitten auf dem Potsdamer Platz und vor der silbrigen Fassade der Deutsche Bahn-Zentrale einsam in die Höhe reckt – für Marianne Bellenhaus ist das ein klarer Fall. „Da muss ich zur Kamera greifen“, sagt sie.
Die Ergebnisse ihrer jahrelangen Fotopirsch hat die pensionierte Pädagogin neulich im Wedemhoveturm am Stadtpark präsentiert. Der Ausstellungsort lag insofern nahe, als dass der Turm seit vielen Jahren dem Natur- und Vogelschutzverein als Quartier dient. Nach der großen Resonanz auf die Schau in den drei Turmzimmern zeichnet sich eine Fortsetzung ab. Zu sehen sein könnten Bellenhaus‘ „Baumgeschichten“, so der Titel der Ausstellung, demnächst auch in der Schlossklinik Pröbsting – in deren Nähe die künstlerische Fotografin ebenfalls schon eindrucksvolle Exemplare entdeckt hat.
Unter dem Titel „Baumgeschichten“ steht eine Fotoausstellung mit Fotografien von Marianne Bellenhaus, die von Freitag, 05.01. bis Sonntag 07.01. im Wedemhoveturm, Am Papendiek 15a zu sehen sein wird. Es geht bei den ausgestellten Bildern um alte und junge Bäume, um Bäume in verschiedenen Jahreszeiten, um solche mit einem besonderen Charakter, um Bäume in der Stadt, im Wald, im Moor, um Bäume, die man wie gute Bekannte gleich wiedererkennt und um Baumdetails, wie Rinde, Wurzeln, Astgewirr.
Auch wenn der Turm von außen betrachtet nicht besonders geräumig wirkt, so ist doch im Innern erstaunlich viel Platz für die immerhin 30 Fotos in verschiedenen Größen und Formaten.
Neben diesen wird auch eine Reihe von Fotobüchern ausliegen, eines natürlich unbedingt zum Thema der Ausstellung „Baumgeschichten“, aber auch eine große Anzahl von weiteren Titeln. Für viele Borkener werden wahrscheinlich vor allem jene Bücher von Interesse sein, die von den Veränderungen der Stadt in der jüngsten Vergangenheit erzählen, vom Rückbau verschiedener Häuser etwa, vom Entstehen des neuen Mühlenareals und besonders passend zum Ausstellungsort – zudem sozusagen druckfrisch – ein Fotoband über Borkens fünf Stadttürme.
Geöffnet ist die Ausstellung am Freitag von 16.00 bis 18.30 Uhr und am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 16 Uhr.
Unser Veranstaltungsprogramm für das kommende Jahr können Sie ab sofort unter „Veranstaltungen“ einsehen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme
Am Dienstag dem 12. Dezember verkaufen wir zwischen 9.30 und 12.00 Uhr im Wedemhoveturm Wildblumensamen.
Die Wetterkapriolen der letzten Jahre machen deutlich, dass sich der Klimawandel nicht mehr wegdiskutieren lässt. Extreme Hitze und Trockenheit, Starkregen und Spätfröste stellen die Gartenbesitzer vor immense Herausforderungen. Es ist höchste Zeit, um im Kleingarten, auf der Terrasse und auf dem Balkon gegen den Klimawandel anzupflanzen, denn jedes Blatt und jede Blüte zählen.
Wie lässt sich der Garten klimagerecht gestalten? Mit der richtigen Auswahl von standortgerechten und robusten Pflanzen kann eine üppige Pflanzendecke geschaffen werden, die die Umgebung kühlt, Kohlendioxid bindet und Sauerstoff spendet. Entsiegelte Flächen statt Beton und Schotter und begrünte Dächer und Fassaden machen den Garten und die Terrasse auch an heißen Tagen zu einer kühlen Oase für Mensch und Tier. Mit Regentonnen kann Regenwasser aufgefangen und nutzbar gemacht werden, aber auch Versickerungsmulden sind geeignet, um das Wasser nach Starkregenereignissen langsam versickern zu lassen und so zur Grundwasserneubildung beizutragen.
Die Lebensgrundlage für einen klimagerechten Garten ist ein gesunder Boden. Die richtige Bodenpflege und der Aufbau von Humus dienen dabei nicht nur der Pflanzenernährung, sie ermöglichen auch die Speicherung von CO2 und Wasser. Humusaufbau ist daher in Zeiten des Klimawandels besonders wichtig. Milde Winter verlängern die Anbauphase insbesondere im Gemüsegarten. Welche Gemüsearten sind für die Winterernte geeignete und wie schützt man sein Obst und Gemüse vor Spätfrösten? Diese und weitere Aspekte, wie man Wetterextreme im Garten ausgleichen und eine anpassungsfähige Klimaoase für Mensch und Tier schaffen kann, werden in einem ca. 90-minütigen Vortrag vorgestellt.
Referentin: Dr. Petra M. Bloom, Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine NRW e.V
Anmeldungen ab dem 11. September werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt unter Telefonnummer 02861/5932. Höchstteilnehmerzahl: 50
Eintritt frei.

Turmfalken-Küken am Wedemhoveturm geschlüpft
Seit einigen Jahren ist der Borkener Wedemhoveturm für einige Monate des Jahres Heimat von Turmfalken. So machen sie ihrem Namen an dem historischen Gebäude alle Ehre. Auch der Natur- und Vogelschutzverein hat seinen Sitz in dem Turm. Die Mitglieder haben nun seit geraumer Zeit durch eine Webcam technische Voraussetzungen geschaffen, mithilfe derer Bürger den Tieren gefühlt ganz nah sein können. Dank dieser Vorrichtung konnten interessierte Vogelfreunde auch die Entwicklung von vier Eiern bis hin zum Küken beobachten. Seit Sonntag ist nun auch das letzte der vier Küken geschlüpft. Eines der Jungtiere ist aktuell jedoch nicht mehr auf dem Kamerabild zu sehen. „Wohin es verschwunden ist, können wir allerdings auch nicht sicher sagen“, sagt Jochen Teroerde vom Vogelschutzverein. „Wir können leider auch nicht 24 Stunden beobachten, was die Tiere machen.“ Aus diesem Grund ruft der Verein auch andere aufmerksame Zuschauer dazu auf, Screenshots von sogenannten Meilensteinen zu machen. „Teilen Sie gerne einen Screenshot oder eine Beschreibung auf unserer Seite ‚Naturbeobachtungen‘“, heißt es auf der Webseite. Zu sehen ist die Live-Übertragung weiterhin unter www.nuv-borken.de.