Aktuelles

Programm für 2020

Veröffentlicht am 22. November 2019 in der Kategorie Aktuelles

Das Programm des Natur- und Vogelschutzvereins Kreis Borken e.V. für das Jahr 2020 kann ab sofort unter der Seite Veranstaltungen eingesehen und heruntergeladen werden.

Borkener Zeitung vom 21. Oktober 2019

Veröffentlicht am 24. Oktober 2019 in der Kategorie Presse

Grenzen einhalten – Naturräume erhalten

Infoabend zum Thema „Biodiversität und Artenvielfalt“

Bestandsaufnahme, Ideensammlungen, konkrete Maßnahmen sowie zwei zukunftsweisende Projekte zum Thema „Biodiversität und Artenvielfalt“. Damit befasste sich der Technische Beigeordnete der Stadt Borken, Jürgen Kuhlmann, auf Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Kreis Borken am Freitagabend in kleiner Runde.

Der massive Rückgang der Artenvielfalt und Vielfalt der Lebensräume in den vergangenen Jahren habe zu diesem gemeinschaftlichen Vorgehen geführt, erläuterte Jochen Teroerde, der Vorsitzende des Naturschutzvereins, bei seiner Begrüßung im Hotel Demming. „Der Erhalt von Naturräumen ist zwingend notwendig“, unterstrich auch Martin Hillenbrand als Vorsitzender der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken. Hier greift beispielsweise das Konzept, das Schüler der Borkener Fachschule für Agrarwirtschaft entwickelt haben. Es sollen „überackerte“ Feldränder wieder in artenreiche Wiesen verwandelt werden. Mit „überackert“ sind Randbereiche von Feldern gemeint, die öffentlicher Grund und Boden sind, doch in einer Art Gewohnheitsrecht vom jeweiligen Landwirt mitbenutzt werden. Fachleute der Stadt Borken haben in sorgfältiger Arbeit diese Grundstücksgrenzen erarbeitet. In einem Geodatenatlas für den Kreis Borken sind diese anschaulich dargestellt.

„Mit einem Appell an die Landwirte, Grenzverläufe einzuhalten“, ergänzte Kuhlmann: „Wenn wir alle Flächen zusammen nähmen, könnten wir einen großen Bauernhof bewirtschaften“, umriss er die Dimension. „Blühende Wegeränder und Wallhecken sind nicht nur eine Augenweide, sie sind vor allem Nahrungsquelle, Rückzugsort und Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und Kleinstlebewesen“, beschrieb Jochen Teroerde die Maßnahme und die große Bedeutung der ehrgeizigen Projekte zur Renaturierung. Er freute sich, dass auch der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, Heinrich-Ludger Rövekamp, an der Infoveranstaltung teilnahm. Dieser betonte für die Landwirtschaft: „Wir müssen nach vorne gucken. Landschaft ist durch Nutzung entstanden. Mit den Grundstückseigentümern müssen vernünftige Lösungen gefunden werden.“

Jürgen Kuhlmann informierte über ein ähnlich gelagertes Leader-Projekt, das quasi einen „grünen Faden“ durch die Region legen soll. „Mit Zuschüssen der EU“, ergänzte er. So könnten pro Jahr durchschnittlich 3000 bis 5000 überwiegend einheimische Gehölze angepflanzt werden. Knapp 385.000 Euro seien für das auf zwei Jahre ausgelegte Projekt kalkuliert. Borken müsste 27.000 Euro übernehmen, informierte er die Teilnehmer.

Im Anschluss gab es eine rege Diskussion über das Thema des Abends. Ein Heidener Landwirt fragte den Technischen Beigeordneten, ob und wie der Arbeitsaufwand zusätzlich zu den Anforderungen durch den Eichen-Prozessionsspinner, durch den Bauhof zu realisieren sei.

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Borkener Zeitung vom 9. September 2019

Veröffentlicht am 13. September 2019 in der Kategorie Presse

Auf den Spuren der Fledermäuse

Natur- und Vogelschutzverein lud zur Beobachtung ein

Passend zur einsetzenden Dämmerung lud der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken am Freitagabend zur Fledermausnacht an der Burg Gemen ein. „Besonders Kinder finden es spannend, mit der Taschenlampe spazieren zu gehen, wenn es langsam dunkel wird“, freute sich Hans-Günter Böing, Leiter der Werkgruppe, auch über die jungen Teilnehmer.

Als Fledermausexperte war Dr. Carsten Trappmann aus Münster eingeladen worden. Zur Veranschaulichung seines Vortrages brachte er drei verschieden große Fledermausmodelle mit. „Fledermäuse sind heimlich lebende Säugetiere, die sich in der Dämmerung auf die Suche nach Nahrung begeben. Sie sind die einzigen Tiere, die nachts Insekten fangen. Sie fressen ungefähr drei Gramm. Ihre angefressenen Reserven aus den Sommermonaten reichen für den ganzen Winter, da dann ihre Körperfunktionen sehr zurückgefahren werden. In den Wintermonaten wie auch tagsüber halten sie sich gerne in Kellergewölben auf“, erklärte er.

Dank des Ultraschallecholotes mit Hilfe ihrer Schreie können die Tiere ihren Weg mit den Ohren finden. Diese Schreie hören wir Menschen kaum. Daher benutzte Trappmann einen Fledermausdetektor, der mit einem Lautsprecher, verbunden war, um diese Schreie hörbar zu machen.

An der Gräfte der Burg entdeckte die Gruppe die Zwergfledermaus und die Rauhautfledermaus. Einige Kinder versuchten mit ihren Taschenlampen die fliegenden Tiere zu sehen. Je weiter sich die Gruppe von der Burg entfernte, umso dunkler wurde es. So konnte auch die Wasserfledermaus entdeckt werden. Sie hält sich überwiegend dicht an der Wasseroberfläche auf.

Zwischen den Stationen vermittelte Trappmann weitere wissenswerte Einzelheiten über die nachtaktiven Tiere.

Zudem beantwortete der Experte gerne Fragen wie: „Wissen die Fledermäuse noch, wo sie den letzten Winter verbracht haben?“ „Ja, das merken sie sich“, antwortete Trappmann.

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Borkener Zeitung vom 5. September 2019

Veröffentlicht am 12. September 2019 in der Kategorie Presse

Neuer Kalender wirbt für Artenschutz

Politik und Natur- und Vogelschutzverein loben Blühstreifen

Früher sei die Goldammer noch ein im Alltag häufig zu sehender Vogel gewesen, berichtet Hans Wilhelm Grömping vom Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken. Heute würden viele junge Menschen diesen Vogel gar nicht mehr erkennen, so selten sei die Art geworden. Auf solche gefährdeten heimischen Tierarten will der Verein mit einem Kalender aufmerksam machen, der am Mittwoch im Beisein der Borkener Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und von Landrat Dr. Kai Zwicker vorgestellt wurde. Der Verein verweist in dem Kalender auf die Notwendigkeit des Erhalts von Naturräumen. Als positives Beispiel nennt Vorsitzender Jochen Teroerde Blühstreifen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Kreislandwirt Heinrich Emming betonte: „Wir Landwirte sind in der Pflicht beim Artenschutz.“ Deshalb setzte man sich etwa für Blühschneisen ein. Das lobte Bürgermeisterin Schulze Hessing. „Nachhaltige Flächenentwicklung ist zum Nutzen aller.“

Der Kalender ist für acht Euro unter anderem im Ticketcenter der Borkener Zeitung, Bahnhofsstraße 6 in Borken, erhältlich. Der Erlös kommt der Arbeit des Natur- und Vogelschutzvereins zugute.

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Kalender 2020 „Die Artenvielfalt bewahren“

Veröffentlicht am 11. August 2019 in der Kategorie Aktuelles

Der Kalender „Die Artenvielfalt bewahren“ des Natur- und Vogelschutzvereins im A3-Hochformat ist jetzt zum Preis von 8 € erhältlich.

Derzeit gibt es die nachfolgenden Bezugsmöglichkeiten.

  • Buchhandlung Eggers-Michelbrinks, Johanniterstr. 26, 46325 Borken
  • Gartencenter Wansing, Dülmener Weg 12, 46325 Borken
  • Haddick & Sohn GmbH, Bocholter Str. 111, 46325 Borken
  • Landwirtschaftskammer NRW, Kreisstelle Borken,Johann-Walling-Str. 45, 46325 Borken
  • Naturparkhaus Raesfeld, Hagenwiese 40, 46348 Raesfeld
  • Ticketcenter der Borkener Zeitung, Bahnhofstraße 6, 46325 Borken
  • TouristInfo Borken , Neutor 5, 46325 Borken
  • Touristinfo Velen, Ramsdorfer Str. 19, 46342 Velen
  • kult Westmünsterland, Kirchplatz 14, 48691 Vreden
  • HeiDinner, Rathausplatz  46359 Heiden am 25.Oktober ab 16 Uhr
  • Gemeinde Heiden, Rathausplatz 1 46359 Heiden
  • Borkener Feierabendmarkt  am 10. Oktober von 15-19 Uhr
  • Abholung nach Abstimmung via Telefon oder E-Mail bei Jochen Teroerde
  • Bei Abnahme von 15 oder mehr Exemplaren ist eine Lieferung innerhalb von Borken möglich.

Zuletzt aktualisiert am 3. September 2019

Borkener Zeitung vom 8. Mai 2019

Veröffentlicht am 21. Mai 2019 in der Kategorie Presse

Zukunft des Vogelgeheges: „Ergebnis offen“

Rückzug des Vogeschutzvereins

Die rettende Lösung hat sich noch nicht abgezeichnet fürs Vogelgehege im Stadtpark. „Es haben sich zwar einige Leute bei mir gemeldet, nützliche Hilfsangebote waren aber nicht dabei“, sagt Jochen Teroerde, Vorsitzender des Natur- und Vogelschutzvereins. Der Verein hatte angekündigt, den Betrieb der Anlage nach über 50 Jahren abgeben zu wollen (die BZ berichtete).

Nach der Ankündigung war die Aufregung groß – vor allem in den sozialen Netzwerken. Aufrufe zu Spendenaktionen und andere Ideen nach dem Motto „man müsste mal“ wurden auf Facebook diskutiert. Passiert ist allerdings nichts. „Wir sammeln ja kein Geld, sondern wir brauchen Leute, die ihre Freizeit investieren“, stellt Teroerde klar. Ein paar Anrufe gab es wohl, „aber sobald klar ist, wie viel zeitlicher Aufwand dahintersteckt, fällt die Klappe ganz schnell“. Denn mit ein bisschen Futter verteilen ist es nicht getan. Drei bis vier Stunden pro Einsatz kommen schnell zusammen, da auch die Gehege gereinigt und andere Aufgabe erledigt werden müssen.

Mit zwei Vereinen hat Teroerde gesprochen, ob sie die Anlage übernehmen wollen. „Da haben wir aber bisher nichts mehr gehört“, so Teroerde. Die Hoffnung will er aber noch nicht aufgeben.

Die Stadt ist zwar Eigentümerin des Geländes, wird den Betrieb aber nicht übernehmen. Sie hat den Natur- und Vogelschutzverein in all den Jahren finanziell und personell unterstützt. Laut Teroerde wurden drei Viertel der Futter- und die kompletten Energiekosten aus der Stadtkasse bestritten. Hinzu kommen häufige Einsätze durch den Bauhof bei Umbau- und Reparaturarbeiten. Darüber hinaus wird es aber keine Unterstützung personeller oder finanzieller Natur geben.

„Wir sind dem Natur- und Vogelschutzverein für sein jahrzehntelanges Engagement dankbar“, sagt Jürgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter der Stadt Borken. „Wir müssen aber auch auf eine Vergleichbarkeit mit anderen Vereinen bei der Frage der Unterstützung achten.“

Laut Kuhlmann steht die Stadtverwaltung noch in Kontakt mit möglichen Interessenten für eine Weiterführung. „Ergebnis offen“, sagt er zum Stand der Dinge.

Klar sei: „Wenn jemand die Nachfolge des Natur- und Vogelschutzvereins antritt, dann muss das genauso gut und artgerecht erfolgen.“

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Borkener Zeitung vom 26. April 2019

Veröffentlicht am 21. Mai 2019 in der Kategorie Presse

Vogelgehege vor dem Aus

Betreiberverein will Anlage abgeben

Der Natur- und Vogelschutzverein will den Betrieb des Vogelgeheges im Stadtpark abgeben. Das bestätigte der Vorsitzende Jochen Teroerde gegenüber der Borkener Zeitung. „Wir sind zu wenige, um den Betrieb aufrechterhalten zu können“, fasst Teroerde die Lage zusammen. Man könne die Fütterung der Tiere nicht mehr gewährleisten. In den äußeren Volieren befinden sich noch einige Vögel, die größeren Gehege im hinteren Teil der Anlage sind aber leer. „Wir haben die Tiere schweren Herzens nach und nach abgegeben“, sagt Teroerde. An andere Vereine und an Händler von Zuchtvögeln.

In den vergangenen Jahren hat der Verein immer wieder versucht, neue Helfer zu finden (die BZ berichtete) – in der Summe waren die Bemühungen aber vergebens. Im Sommer 2018 hatte der Vorstand bei der Stadt eine 450-Euro-Kraft zur Unterstützung beantragt. Aus dem Rathaus gab es aber eine Absage, wohl aus Sorge, auch andere Vereine könnten dann Ansprüche stellen. In der vergangenen Woche hat es laut Teroerde ein Gespräch mit dem Technischen Beigeordneten Jürgen Kuhlmann gegeben. Der war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Hoffnung des Vorstandes liegt auf zwei anderen Vereinen, mit denen Gespräche geführt wurden. Das erklärte Ziel: Ein anderer Verein betreibt das Vogelgehege weiter. Eine Entscheidung darüber steht jedoch noch aus. „Wir hoffen natürlich, dass sich jemand findet, der das hier weitermacht“, sagt Jochen Teroerde. Denn in den vergangenen 50 Jahren hätten Mitglieder des Natur- und Vogeschutzvereins viel Herzblut und Zeit in die Anlage gesteckt.

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Borkener Zeitung vom 22. August 2018

Veröffentlicht am 07. September 2018 in der Kategorie Presse

Dem Vogelgehege täte menschliche Hilfe gut

Von Sven Kauffelt

Vor Karl muss man sich ein bisschen in acht nehmen. Er hat nicht nur ein großes Ego, sondern auch einen spitzen Schnabel und wenig Hemmungen, ihn einzusetzen. Jochen Teroerde nimmt lieber mal einen Bambusstock mit ins Gehege des Puters. Man weiß ja nie. Karl ist eindeutig der Boss im Vogelgehege.

Seit genau 50 Jahren unterhält der Natur- und Vogelschutzverein das Gehege im Stadtpark. „Wir haben hier richtig viele Besucher“, sagt der Vereinsvorsitzende Teroerde stolz. Vor allem der Umbau eines Teils der Anlage in Eigenregie hat den Vogelpark aufgewertet. Gerade sind zwei Erzieherinnen der Kindertagespflege Hula Dues mit vier Kindern da. Jochen Teroerde schenkt jedem der kleinen Besucher eine Pfauenfeder. „Wenn das Wetter es zulässt, sind wir immer hier“, sagt eine Erzieherin.

400 Tiere leben derzeit im Vogelgehege – von Karl, dem Boss, bis zu Taubenküken, die unter einer Wärmelampe aufgezogen werden. Das Futter kauft der Verein selbst. 3000 Euro seien das im Jahr, sagt Edmund Schroer, der Kassierer. Auch die Pflege der Anlage übernehmen die Mitglieder selbst. „Eine Heidenarbeit“, erzählt Schriftführer Ulrich Fischer. Und da hat der Verein ein Problem. „Dauerhaft wird das nicht funktionieren“, sagt Jochen Teroerde.

Die viele Arbeit lastet auf zu wenigen Schultern. Keine Handvoll der Mitglieder füttert die Tiere, säubert einmal wöchentlich die Gehege. Ohne den fleißigen Alfons Benning, sagt Edmund Schroer, wären sie aufgeschmissen. „Wir brauchen Hilfe“, sagt der Kassierer unmissverständlich. Allein könnten die Ehrenamtlichen das nicht leisten. Die Hoffnung des Vereins ist das Rathaus. Die Stadt Borken unterstütze den Verein schon sehr, berichten die drei Vorstände: Den Sand für die Gehege bekommen sie umsonst, auch der Müll wird abgeholt. „Was wir bräuchten, wäre eine 450-Euro-Kraft, die hier mit anpackt“, sagt Teroerde. Sie seien dazu in Gesprächen mit der Stadt – Ende offen.

Der viele Nachwuchs hat dafür gesorgt, dass das Gehege derzeit ganz schön voll ist. Einige Jungtiere der selteneren Arten verkauft der Verein auch an Züchter. Die Kombination aus dem Erhalten der Arten und dem Angebot für Besucher ist ein wichtiges Element.

Während der Führung an Tauben, Hühnern und Fasanen vorbei kommen immer wieder Besucher. Eine Mutter mit Kind, ein Pärchen, das einen alten Herrn im Rollstuhl spazieren fährt. „Das Schöne hier ist“, sagt Edmund Schroer, „dass Menschen aller Generationen gerne herkommen.“ Er selbst ist häufiger mit seinem Enkel hier, „und bei ihm sieht man schon, wie sehr sich Kinder vor allem für die jungen Tiere begeistern“. Die Ausnahme ist Karl. Der ist nicht mehr jung, fasziniert aber sehr. Solange man nicht in sein Gehege geht.

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Borkener Zeitung vom 6. Juli 2018

Veröffentlicht am 14. Juli 2018 in der Kategorie Presse

Grenzverläufe einhalten

Appell an Landwirte

(pd). Wirtschaftswege sind nicht nur Verkehrsadern im Außenbereich, sondern auch wichtige Netzstrukturen im Naturhaushalt. Blühende Wegeränder und Wallhecken seien eine Augenweide für Radfahrer, aber vor allem Nahrungsquelle, Rückzugsort und Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und Kleinstlebewesen, ohne die unsere Umwelt deutlich ärmer wäre, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Borken. Bereits seit einigen Jahren hätten diese Saumstrukturen für den Naturhaushalt an Bedeutung gewonnen.

In vielen Gesprächen mit den politischen Gremien und Vertretern der Landwirtschaft habe die Stadt deutlich gemacht, dass die Einhaltung der Grundstücksgrenzen unerlässlich für die Entwicklung und das Funktionieren dieser Saumstrukturen ist. Der respektvolle Umgang mit Eigentumsgrenzen zum Wohle der Natur sei hierbei immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, heißt es weiter.

Vielfach seien bereits Erfolge sichtbar. Es ist allerdings auch festzustellen, dass es Bereiche gibt, in denen Bewirtschaftungsgrenze und Weggrenze noch nicht identisch sind. Überackern finde immer noch statt.

Zurzeit ist die Getreideernte in vollem Gange, viele Felder sind bereits abgeerntet und warten neben Regen auf die nächste Einsaat. Die weiteren Kulturen werden folgen. Die Stadt Borken appelliert daher eindringlich an alle Bewirtschafter, Pächter und Eigentümer, vor Neueinsaat die tatsächlichen Weggrenzen einzuhalten und das Eigentum der Stadt Borken nicht zu bewirtschaften. Nur so können Artenvielfalt und Attraktivität unserer Landschaft erhalten und entwickelt werden.

Einen schnellen Überblick über den tatsächlichen Grenzverlauf bietet der Geodatenatlas des Kreises Borken (https://kreis-borken.de/de/kreisregion/geodatenatlas/). Für Fragen und Anregungen steht Maria Mertens bei der Stadt Borken, Tel. 02861/939-185, zur Verfügung.

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