Veröffentlicht am 25. August 2017 in der Kategorie Aktuelles

Umweltschutz im Wandel der Zeit

Natur- und Vogelschutzverein übergab dem Stadtarchiv fünf Chronik-Bände

(pd). Vom einstigen „Kanarienzucht- und Vogelschutzverein“ hin zu einem Bewahrer und Mahner in vielen Fragen des Umweltschutzes – diese spannende Entwicklung dokumentieren fünf Chronik-Bände, die der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken dem Borkener Stadtarchiv als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat. Sie dokumentieren die Vereinsgeschichte von 1931 bis 2002 mit einer Unterbrechung von 1936 bis Anfang 1956, da der Verein in der Zeit des Nationalsozialismus in den Reichsbund Deutscher Kanarienzüchter eingegliedert und erst mit Verzögerung neu gegründet wurde, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

„Wir sind sehr stolz, diese Chroniken heute noch zu besitzen“, sagte Jochen Teroerde, seit Februar 2011 Vorsitzender des rund 450 Mitglieder zählenden Vereins. Bereits zum 40. Vereinsjubiläum 1971 erstellte der ehemalige Konrektor Erich Vielhauer die ersten Seiten der Chroniken, ab den 1980er Jahren führte Heinz Petersohn diese fort. Sie liefern ein vielfältiges Bild des Vereinslebens mit Tätigkeits- und Versammlungsberichten sowie Artikeln aus der Lokalpresse und aus Fachmagazinen. Aufschlussreich sind auch die zahlreichen Fotos, die wichtige Aktivitäten des Vereins illustrieren – von der Teilnahme an der Aktion „Saubere Landschaft“ über regelmäßige Arbeitseinsätze an der Nordsee bis hin zur vereinsinternen Karnevalsfeier.

Nach Vorgesprächen mit Stadtarchivleiter Dr. Fasse, der die Chroniken als stadtgeschichtlich bedeutsame Quellen einstufte, erfolgte kürzlich die Übergabe der fünf Chronik-Bände. „Bisher verwahren wir nur wenige Dokumente über Vereinsaktivitäten im Stadtgebiet“, berichtete dabei Diplom-Archivar Thomas Hacker. Doch das Stadtarchiv sieht sich nicht nur als „Gedächtnis“ der Stadtverwaltung, sondern sucht das städtische Leben insgesamt zu dokumentieren. Und dass der Natur- und Vogelschutzverein in den vergangenen Jahrzehnten über Borken hinaus für einen nachhaltigen Umweltschutz eingetreten ist, macht diesen neuen Bestand sehr interessant.

Der Verein selbst sieht seine Chroniken im Stadtarchiv gut verwahrt. Wie alle anderen im Diebesturm verwahrten Bestände zur Geschichte der Stadt sowie der ehemaligen Ämter Gemen-Weseke sowie Marbeck-Raesfeld können sie jederzeit während der Öffnungszeiten (montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr) im Diebesturm eingesehen werden.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

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