Programm fĂĽr 2017
Das Programm des Natur- und Vogelschutzvereins Kreis Borken e.V. für das Jahr 2017 kann ab sofort unter der Seite Veranstaltungen eingesehen und heruntergeladen werden.
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Aktionstag am Vogelgehege in Borken am 17. September
Einen reichen Kindersegen gab es in diesem Jahr im Vogelgehege im Stadtpark. Wohin man auch blickt, herrscht das große Piepsen und Plustern. „Der Bruterfolg ist sehr groß“, fasst Friedhelm Triphaus vom Natur- und Vogelschutzverein das Sommerhalbjahr zusammen.
Um den Bestand – und die damit verbundenen Kosten – mit Blick auf Herbst und Winter übersichtlich zu halten, wollen die Gehege-Warte viele Vögel gegen eine Spende in gute Hände abgeben. Ob Puten, Paduaner oder Goldfasane – Freunde von Zucht- und Ziergeflügel haben am kommenden Samstag, 17. September, ab 9 Uhr eine große Auswahl.
Der Umbau des Geheges im vergangenen Jahr komme übrigens gut an, sagt Triphaus. Viele Besucher, von jungen Familien bis zu Bewohnern der nahen Senioren-Stätten, nutzten den neuen Besichtigungsgang zwischen den Einzelgehegen.
Freuen würden sich die Vereinsverantwortlichen über weitere Ehrenamtliche, die im wöchentlichen Wechsel bei der Pflege und Fütterung mithelfen. Interessierte können sich unter Tel. 02861/2859 melden.
Turm-„Hotel“ in Heiden für Fledermäuse und Vögel
Ein Turm-Hotel der besonderen Art hat die Stiftung Kulturlandschaft des Kreises Borken jetzt in Heiden-Leblich eröffnet.
Die Gäste, die hier in der Nähe des Kranenmeeres künftig einfliegen und Quartier beziehen werden, heißen zum Beispiel Haus-Rotschwanz, Turmfalke, Star, Sperling, Dohle, Fledermaus und Hummel.
Auf Anregung des früheren Bürgermeisters Heiner Buß hat die Stiftung die ehemalige Umspannstation mit Unterstützung des Natur- und Vogelschutzvereins Borken während der vergangenen Monate so umgerüstet und ausgestattet, dass Vögel, Fledermäuse und Insekten hier ein neues Zuhause finden können. Der knapp neun Meter hohe Turm soll Bürgern außerdem Anregungen liefern, wie auch sie an ihren Häusern wieder Brut- und Nistmöglichkeiten für zum Teil vom Aussterben bedrohten Tieren schaffen können.
Umspannstation wurde 1958 gebaut
„Es ist die erste nicht mehr benötigte Umspannstation, die so genutzt wird“, sagte Michael Schmidt, Kommunalbetreuer von „innogy“ (früher RWE). Diese hatte den Turm 1958 errichten lassen. „Er diente dazu, den Strom, der über eine Freileitung mit einer Spannung von 10.000 Volt nach Heiden kam, in eine niedrigere Spannungsebene umzuwandeln“, erläuterte Schmidt bei einer symbolischen Schlüsselübergabe am
Donnerstag. Mit einer Spannung von 400 Volt sei der Strom von hier in die Haushalte verteilt worden. Mit der Umstellung der Stromversorgung auf Erdkabel und der Errichtung kompakter Trafo-Stationen würden diese „Zeitzeugnisse der ländlichen Stromversorgung“ nicht mehr benötigt.Fledermaus-Quartiere hinter der Lärchenholz-Verkleidung
Im oberen Teil erhielt der Turm eine Holzverkleidung. Dabei spielte die Optik allerdings eine nachrangige Rolle, wie Norbert Stuff von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Borken erläuterte. Stuff hatte die Umgestaltung der Umspannstation fachlich begleitet. „Die Lärchen-Holzverschalung ist von hinten offen. Fledermäuse haben so die Möglichkeit, hier Quartier zu beziehen“, erfuhren die Gäste der kleinen Eröffnungsfeier. Weitere Fledermaus-Quartiere seien im Inneren des Turmes geschaffen worden. Die Einflugschneise für die Tiere ist für Passanten sofort zu erkennen.
Erklärungstafeln sind vorgesehen
Erklärungshilfen jedoch werden die meisten bei den unterschiedlichen vom Vogelschutzverein aus Holz gezimmerten Kästen benötigen, die an den vier Turmwänden montiert sind. Zu diesen gehören zum Beispiel die aus Holzbeton gefertigten Nistkästen für Spatzen, das hölzerne „Apartement“ für Hornissen, „die die Wespen fressen“, eine durchlöcherte Baumscheibe für Insekten, Brutkästen für Mauersegler und Schwalben. Tafeln mit entsprechenden Erklärungen sollen noch erstellt und am Turm montiert werden. Um Konflikte zu vermeiden, habe man allerdings auf Nistmöglichkeiten für Schleiereulen verzichtet. „Sie fressen Fledermäuse“, so Stuff.
Dieses „Hotel“ sei „etwas ganz Besonderes“, waren sich Bürgermeister Hans-Jürgen Benson und Edith Gülker von der Stiftung Kulturlandschaft einig. Sie hoffen, dass viele Tiere das Angebot annehmen und das Beispiel Nachahmer findet.
Werkgruppe muss wechseln
Die Werkgruppe des Natur- und Vogelschutzvereins muss ihr angestammtes „Nest“ in der Josefschule verlassen.
Weil die Grundschule die beiden Kellerräume nach den Sommerferien selbst nutzen will, steht in den nächsten Wochen ein Umzug bevor. Ein neues Quartier ist mit Hilfe der Stadt auch schon gefunden – im Untergeschoss der so genannten zentralen Einrichtungen in Gemen. In dem Gebäude mit Turnhalle, Lehrschwimmbecken und Mensa stehen Kellerräume zur Verfügung.
„Wir sind der Stadt Borken sehr dankbar für die Hilfe bei der Suche nach einer neuen Herberge“, sagt Vereinsvorsitzender Jochen Teroerde. Vielleicht ergebe sich aber noch eine Alternative, „die noch besser zugänglich“ sei, hofft Teroerde auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Regelmäßig abends treffen sich ein paar Vereinsmitglieder, um für den Naturschutz zu werken. Leider sei der Wechsel unvermeidbar, weil die Grundschule unter anderem wegen des gestiegenen Betreuungsbedarfs mehr Räume benötige, so Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing.
Im Laufe des Jahres fertigt die Werkgruppe mehrere hundert Produkte aus Holz. Neben Nisthilfen für viele heimische Vogelarten werden unter anderem „Insektenhotels“ und Futterhäuser für das Winterhalbjahr gebaut. All das wird nicht nur direkt in Borken und Umgebung verkauft, sondern an Interessenten in ganz Deutschland verschickt.
Über „Nachwuchskräfte“ und weitere Verstärkung würde sich die Werkgruppe sehr freuen. Nähere Informationen gibt Jochen Teroerde unter Tel. 02861/2859.
Am Schniggenteich finden Sie ab sofort eine neue Schautafel. Darauf sind einige der dort zu findenden Tiere dargestellt.