Aktuelles

Borkener Zeitung vom 9. September 2019

Veröffentlicht am 13. September 2019 in der Kategorie Presse

Auf den Spuren der FledermÀuse

Natur- und Vogelschutzverein lud zur Beobachtung ein

Passend zur einsetzenden DĂ€mmerung lud der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken am Freitagabend zur Fledermausnacht an der Burg Gemen ein. „Besonders Kinder finden es spannend, mit der Taschenlampe spazieren zu gehen, wenn es langsam dunkel wird“, freute sich Hans-GĂŒnter Böing, Leiter der Werkgruppe, auch ĂŒber die jungen Teilnehmer.

Als Fledermausexperte war Dr. Carsten Trappmann aus MĂŒnster eingeladen worden. Zur Veranschaulichung seines Vortrages brachte er drei verschieden große Fledermausmodelle mit. „FledermĂ€use sind heimlich lebende SĂ€ugetiere, die sich in der DĂ€mmerung auf die Suche nach Nahrung begeben. Sie sind die einzigen Tiere, die nachts Insekten fangen. Sie fressen ungefĂ€hr drei Gramm. Ihre angefressenen Reserven aus den Sommermonaten reichen fĂŒr den ganzen Winter, da dann ihre Körperfunktionen sehr zurĂŒckgefahren werden. In den Wintermonaten wie auch tagsĂŒber halten sie sich gerne in Kellergewölben auf“, erklĂ€rte er.

Dank des Ultraschallecholotes mit Hilfe ihrer Schreie können die Tiere ihren Weg mit den Ohren finden. Diese Schreie hören wir Menschen kaum. Daher benutzte Trappmann einen Fledermausdetektor, der mit einem Lautsprecher, verbunden war, um diese Schreie hörbar zu machen.

An der GrĂ€fte der Burg entdeckte die Gruppe die Zwergfledermaus und die Rauhautfledermaus. Einige Kinder versuchten mit ihren Taschenlampen die fliegenden Tiere zu sehen. Je weiter sich die Gruppe von der Burg entfernte, umso dunkler wurde es. So konnte auch die Wasserfledermaus entdeckt werden. Sie hĂ€lt sich ĂŒberwiegend dicht an der WasseroberflĂ€che auf.

Zwischen den Stationen vermittelte Trappmann weitere wissenswerte Einzelheiten ĂŒber die nachtaktiven Tiere.

Zudem beantwortete der Experte gerne Fragen wie: „Wissen die FledermĂ€use noch, wo sie den letzten Winter verbracht haben?“ „Ja, das merken sie sich“, antwortete Trappmann.

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Borkener Zeitung vom 5. September 2019

Veröffentlicht am 12. September 2019 in der Kategorie Presse

Neuer Kalender wirbt fĂŒr Artenschutz

Politik und Natur- und Vogelschutzverein loben BlĂŒhstreifen

FrĂŒher sei die Goldammer noch ein im Alltag hĂ€ufig zu sehender Vogel gewesen, berichtet Hans Wilhelm Grömping vom Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken. Heute wĂŒrden viele junge Menschen diesen Vogel gar nicht mehr erkennen, so selten sei die Art geworden. Auf solche gefĂ€hrdeten heimischen Tierarten will der Verein mit einem Kalender aufmerksam machen, der am Mittwoch im Beisein der Borkener BĂŒrgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und von Landrat Dr. Kai Zwicker vorgestellt wurde. Der Verein verweist in dem Kalender auf die Notwendigkeit des Erhalts von NaturrĂ€umen. Als positives Beispiel nennt Vorsitzender Jochen Teroerde BlĂŒhstreifen auf landwirtschaftlich genutzten FlĂ€chen. Kreislandwirt Heinrich Emming betonte: „Wir Landwirte sind in der Pflicht beim Artenschutz.“ Deshalb setzte man sich etwa fĂŒr BlĂŒhschneisen ein. Das lobte BĂŒrgermeisterin Schulze Hessing. „Nachhaltige FlĂ€chenentwicklung ist zum Nutzen aller.“

Der Kalender ist fĂŒr acht Euro unter anderem im Ticketcenter der Borkener Zeitung, Bahnhofsstraße 6 in Borken, erhĂ€ltlich. Der Erlös kommt der Arbeit des Natur- und Vogelschutzvereins zugute.

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Kalender 2020 „Die Artenvielfalt bewahren“

Veröffentlicht am 11. August 2019 in der Kategorie Aktuelles

Der Kalender „Die Artenvielfalt bewahren“ des Natur- und Vogelschutzvereins im A3-Hochformat ist jetzt zum Preis von 8 € erhĂ€ltlich.

Derzeit gibt es die nachfolgenden Bezugsmöglichkeiten.

  • Buchhandlung Eggers-Michelbrinks, Johanniterstr. 26, 46325 Borken
  • Gartencenter Wansing, DĂŒlmener Weg 12, 46325 Borken
  • Haddick & Sohn GmbH, Bocholter Str. 111, 46325 Borken
  • Landwirtschaftskammer NRW, Kreisstelle Borken,Johann-Walling-Str. 45, 46325 Borken
  • Naturparkhaus Raesfeld, Hagenwiese 40, 46348 Raesfeld
  • Ticketcenter der Borkener Zeitung, Bahnhofstraße 6, 46325 Borken
  • TouristInfo Borken , Neutor 5, 46325 Borken
  • Touristinfo Velen, Ramsdorfer Str. 19, 46342 Velen
  • kult WestmĂŒnsterland, Kirchplatz 14, 48691 Vreden
  • HeiDinner, Rathausplatz  46359 Heiden am 25.Oktober ab 16 Uhr
  • Gemeinde Heiden, Rathausplatz 1 46359 Heiden
  • Borkener Feierabendmarkt  am 10. Oktober von 15-19 Uhr
  • Abholung nach Abstimmung via Telefon oder E-Mail bei Jochen Teroerde
  • Bei Abnahme von 15 oder mehr Exemplaren ist eine Lieferung innerhalb von Borken möglich.

Zuletzt aktualisiert am 3. September 2019

Borkener Zeitung vom 8. Mai 2019

Veröffentlicht am 21. Mai 2019 in der Kategorie Presse

Zukunft des Vogelgeheges: „Ergebnis offen“

RĂŒckzug des Vogeschutzvereins

Die rettende Lösung hat sich noch nicht abgezeichnet fĂŒrs Vogelgehege im Stadtpark. „Es haben sich zwar einige Leute bei mir gemeldet, nĂŒtzliche Hilfsangebote waren aber nicht dabei“, sagt Jochen Teroerde, Vorsitzender des Natur- und Vogelschutzvereins. Der Verein hatte angekĂŒndigt, den Betrieb der Anlage nach ĂŒber 50 Jahren abgeben zu wollen (die BZ berichtete).

Nach der AnkĂŒndigung war die Aufregung groß – vor allem in den sozialen Netzwerken. Aufrufe zu Spendenaktionen und andere Ideen nach dem Motto „man mĂŒsste mal“ wurden auf Facebook diskutiert. Passiert ist allerdings nichts. „Wir sammeln ja kein Geld, sondern wir brauchen Leute, die ihre Freizeit investieren“, stellt Teroerde klar. Ein paar Anrufe gab es wohl, „aber sobald klar ist, wie viel zeitlicher Aufwand dahintersteckt, fĂ€llt die Klappe ganz schnell“. Denn mit ein bisschen Futter verteilen ist es nicht getan. Drei bis vier Stunden pro Einsatz kommen schnell zusammen, da auch die Gehege gereinigt und andere Aufgabe erledigt werden mĂŒssen.

Mit zwei Vereinen hat Teroerde gesprochen, ob sie die Anlage ĂŒbernehmen wollen. „Da haben wir aber bisher nichts mehr gehört“, so Teroerde. Die Hoffnung will er aber noch nicht aufgeben.

Die Stadt ist zwar EigentĂŒmerin des GelĂ€ndes, wird den Betrieb aber nicht ĂŒbernehmen. Sie hat den Natur- und Vogelschutzverein in all den Jahren finanziell und personell unterstĂŒtzt. Laut Teroerde wurden drei Viertel der Futter- und die kompletten Energiekosten aus der Stadtkasse bestritten. Hinzu kommen hĂ€ufige EinsĂ€tze durch den Bauhof bei Umbau- und Reparaturarbeiten. DarĂŒber hinaus wird es aber keine UnterstĂŒtzung personeller oder finanzieller Natur geben.

„Wir sind dem Natur- und Vogelschutzverein fĂŒr sein jahrzehntelanges Engagement dankbar“, sagt JĂŒrgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter der Stadt Borken. „Wir mĂŒssen aber auch auf eine Vergleichbarkeit mit anderen Vereinen bei der Frage der UnterstĂŒtzung achten.“

Laut Kuhlmann steht die Stadtverwaltung noch in Kontakt mit möglichen Interessenten fĂŒr eine WeiterfĂŒhrung. „Ergebnis offen“, sagt er zum Stand der Dinge.

Klar sei: „Wenn jemand die Nachfolge des Natur- und Vogelschutzvereins antritt, dann muss das genauso gut und artgerecht erfolgen.“

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Borkener Zeitung vom 26. April 2019

Veröffentlicht am 21. Mai 2019 in der Kategorie Presse

Vogelgehege vor dem Aus

Betreiberverein will Anlage abgeben

Der Natur- und Vogelschutzverein will den Betrieb des Vogelgeheges im Stadtpark abgeben. Das bestĂ€tigte der Vorsitzende Jochen Teroerde gegenĂŒber der Borkener Zeitung. „Wir sind zu wenige, um den Betrieb aufrechterhalten zu können“, fasst Teroerde die Lage zusammen. Man könne die FĂŒtterung der Tiere nicht mehr gewĂ€hrleisten. In den Ă€ußeren Volieren befinden sich noch einige Vögel, die grĂ¶ĂŸeren Gehege im hinteren Teil der Anlage sind aber leer. „Wir haben die Tiere schweren Herzens nach und nach abgegeben“, sagt Teroerde. An andere Vereine und an HĂ€ndler von Zuchtvögeln.

In den vergangenen Jahren hat der Verein immer wieder versucht, neue Helfer zu finden (die BZ berichtete) – in der Summe waren die BemĂŒhungen aber vergebens. Im Sommer 2018 hatte der Vorstand bei der Stadt eine 450-Euro-Kraft zur UnterstĂŒtzung beantragt. Aus dem Rathaus gab es aber eine Absage, wohl aus Sorge, auch andere Vereine könnten dann AnsprĂŒche stellen. In der vergangenen Woche hat es laut Teroerde ein GesprĂ€ch mit dem Technischen Beigeordneten JĂŒrgen Kuhlmann gegeben. Der war gestern nicht fĂŒr eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Hoffnung des Vorstandes liegt auf zwei anderen Vereinen, mit denen GesprĂ€che gefĂŒhrt wurden. Das erklĂ€rte Ziel: Ein anderer Verein betreibt das Vogelgehege weiter. Eine Entscheidung darĂŒber steht jedoch noch aus. „Wir hoffen natĂŒrlich, dass sich jemand findet, der das hier weitermacht“, sagt Jochen Teroerde. Denn in den vergangenen 50 Jahren hĂ€tten Mitglieder des Natur- und Vogeschutzvereins viel Herzblut und Zeit in die Anlage gesteckt.

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Borkener Zeitung vom 22. August 2018

Veröffentlicht am 07. September 2018 in der Kategorie Presse

Dem Vogelgehege tÀte menschliche Hilfe gut

Von Sven Kauffelt

Vor Karl muss man sich ein bisschen in acht nehmen. Er hat nicht nur ein großes Ego, sondern auch einen spitzen Schnabel und wenig Hemmungen, ihn einzusetzen. Jochen Teroerde nimmt lieber mal einen Bambusstock mit ins Gehege des Puters. Man weiß ja nie. Karl ist eindeutig der Boss im Vogelgehege.

Seit genau 50 Jahren unterhĂ€lt der Natur- und Vogelschutzverein das Gehege im Stadtpark. „Wir haben hier richtig viele Besucher“, sagt der Vereinsvorsitzende Teroerde stolz. Vor allem der Umbau eines Teils der Anlage in Eigenregie hat den Vogelpark aufgewertet. Gerade sind zwei Erzieherinnen der Kindertagespflege Hula Dues mit vier Kindern da. Jochen Teroerde schenkt jedem der kleinen Besucher eine Pfauenfeder. „Wenn das Wetter es zulĂ€sst, sind wir immer hier“, sagt eine Erzieherin.

400 Tiere leben derzeit im Vogelgehege – von Karl, dem Boss, bis zu TaubenkĂŒken, die unter einer WĂ€rmelampe aufgezogen werden. Das Futter kauft der Verein selbst. 3000 Euro seien das im Jahr, sagt Edmund Schroer, der Kassierer. Auch die Pflege der Anlage ĂŒbernehmen die Mitglieder selbst. „Eine Heidenarbeit“, erzĂ€hlt SchriftfĂŒhrer Ulrich Fischer. Und da hat der Verein ein Problem. „Dauerhaft wird das nicht funktionieren“, sagt Jochen Teroerde.

Die viele Arbeit lastet auf zu wenigen Schultern. Keine Handvoll der Mitglieder fĂŒttert die Tiere, sĂ€ubert einmal wöchentlich die Gehege. Ohne den fleißigen Alfons Benning, sagt Edmund Schroer, wĂ€ren sie aufgeschmissen. „Wir brauchen Hilfe“, sagt der Kassierer unmissverstĂ€ndlich. Allein könnten die Ehrenamtlichen das nicht leisten. Die Hoffnung des Vereins ist das Rathaus. Die Stadt Borken unterstĂŒtze den Verein schon sehr, berichten die drei VorstĂ€nde: Den Sand fĂŒr die Gehege bekommen sie umsonst, auch der MĂŒll wird abgeholt. „Was wir brĂ€uchten, wĂ€re eine 450-Euro-Kraft, die hier mit anpackt“, sagt Teroerde. Sie seien dazu in GesprĂ€chen mit der Stadt – Ende offen.

Der viele Nachwuchs hat dafĂŒr gesorgt, dass das Gehege derzeit ganz schön voll ist. Einige Jungtiere der selteneren Arten verkauft der Verein auch an ZĂŒchter. Die Kombination aus dem Erhalten der Arten und dem Angebot fĂŒr Besucher ist ein wichtiges Element.

WĂ€hrend der FĂŒhrung an Tauben, HĂŒhnern und Fasanen vorbei kommen immer wieder Besucher. Eine Mutter mit Kind, ein PĂ€rchen, das einen alten Herrn im Rollstuhl spazieren fĂ€hrt. „Das Schöne hier ist“, sagt Edmund Schroer, „dass Menschen aller Generationen gerne herkommen.“ Er selbst ist hĂ€ufiger mit seinem Enkel hier, „und bei ihm sieht man schon, wie sehr sich Kinder vor allem fĂŒr die jungen Tiere begeistern“. Die Ausnahme ist Karl. Der ist nicht mehr jung, fasziniert aber sehr. Solange man nicht in sein Gehege geht.

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Borkener Zeitung vom 6. Juli 2018

Veröffentlicht am 14. Juli 2018 in der Kategorie Presse

GrenzverlÀufe einhalten

Appell an Landwirte

(pd). Wirtschaftswege sind nicht nur Verkehrsadern im Außenbereich, sondern auch wichtige Netzstrukturen im Naturhaushalt. BlĂŒhende WegerĂ€nder und Wallhecken seien eine Augenweide fĂŒr Radfahrer, aber vor allem Nahrungsquelle, RĂŒckzugsort und Lebensraum fĂŒr eine Vielzahl von Insekten und Kleinstlebewesen, ohne die unsere Umwelt deutlich Ă€rmer wĂ€re, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Borken. Bereits seit einigen Jahren hĂ€tten diese Saumstrukturen fĂŒr den Naturhaushalt an Bedeutung gewonnen.

In vielen GesprĂ€chen mit den politischen Gremien und Vertretern der Landwirtschaft habe die Stadt deutlich gemacht, dass die Einhaltung der GrundstĂŒcksgrenzen unerlĂ€sslich fĂŒr die Entwicklung und das Funktionieren dieser Saumstrukturen ist. Der respektvolle Umgang mit Eigentumsgrenzen zum Wohle der Natur sei hierbei immer eine SelbstverstĂ€ndlichkeit gewesen, heißt es weiter.

Vielfach seien bereits Erfolge sichtbar. Es ist allerdings auch festzustellen, dass es Bereiche gibt, in denen Bewirtschaftungsgrenze und Weggrenze noch nicht identisch sind. Überackern finde immer noch statt.

Zurzeit ist die Getreideernte in vollem Gange, viele Felder sind bereits abgeerntet und warten neben Regen auf die nĂ€chste Einsaat. Die weiteren Kulturen werden folgen. Die Stadt Borken appelliert daher eindringlich an alle Bewirtschafter, PĂ€chter und EigentĂŒmer, vor Neueinsaat die tatsĂ€chlichen Weggrenzen einzuhalten und das Eigentum der Stadt Borken nicht zu bewirtschaften. Nur so können Artenvielfalt und AttraktivitĂ€t unserer Landschaft erhalten und entwickelt werden.

Einen schnellen Überblick ĂŒber den tatsĂ€chlichen Grenzverlauf bietet der Geodatenatlas des Kreises Borken (https://kreis-borken.de/de/kreisregion/geodatenatlas/). FĂŒr Fragen und Anregungen steht Maria Mertens bei der Stadt Borken, Tel. 02861/939-185, zur VerfĂŒgung.

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Borkener Zeitung vom 31. Mai 2018 (ZurĂŒckgeblĂ€ttert zum Juni 1968)

Veröffentlicht am 03. Juni 2018 in der Kategorie Presse

(Artikel von 1968)
Mit Herz und Verstand geplant

Übernahme des Vogelgeheges

In die Annalen des Natur- und Vogelschutzvereins Borken dĂŒrfte der vergangene Samstag besondere Nennung finden. Deshalb, weil an diesem Tag mit der Übernahme des neuen Vogelgeheges im Stadtpark langjĂ€hriges Wunschdenken der Mitglieder seinen Abschluß fand. Die Borkener Vogelfreunde, Meister des Improvisierens, wussten diesen Tag mit einem buntgemixten Programm das GeprĂ€ge zu geben.

Der Stadtpark dĂŒrfte durch das neue Gehege sein ohnehin attraktives Aussehen verbessert haben. Zumal das stĂ€dtische Bauamt mit Baurat Hohn an der Spitze die planerische Gesamtgestaltung den gegebenen VerhĂ€ltnissen anzupassen wusste. Heinrich Renners als Vorsitzender des Natur- und Vogelschutzvereins und BĂŒrgermeister Hellmann fanden hierfĂŒr Worte des Dankes und der Anerkennung.

BĂŒrgermeister Hellmann, der nicht zuletzt durch seine manuelle TĂ€tigkeit an der Fertigstellung des Geheges wesentlichen Anteil hatte, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass sich bereits im Jahre 1961 die PlĂ€ne zum Bau sich konkretisiert hĂ€tten. Wenn mit der Realisierung erst spĂ€ter begonnen worden sei, so deshalb, weil die Finanzfrage einige Schwierigkeiten bereitete. In einer groß angelegten Spendenaktion hĂ€tten die BĂŒrger dieser Frage einiges von ihrer Bedeutung genommen. „An nahezu allen TĂŒren wurden die Sammler des Vogelschutzvereins nicht nur mit Freundlichkeit empfangen, sondern mit teilweise sehr großzĂŒgigen Spenden auch wieder verabschiedet“, so Hellmann.

Die Spendenaktion habe das erfreuliche Ergebnis von 17.000 DM erbracht, 30.000 DM habe die Stadt beigesteuert, 4 000 Arbeitsstunden die Mitglieder

Vorsitzender Renners ging in seiner Ansprache auch auf die technischen Einrichtungen des Geheges ein. Das stĂ€dtische Bauamt habe auch hier mit Herz und Verstand geplant, Die sechs Winterquartiere der gefiederten GĂ€ste seien mit Futterautomaten, fließendem Wasser und Heizstrahlern ausgestattet. Das Haus werde von einem Nachtspeicherofen beheizt, der ĂŒber ein Thermostat geregelt werde.

Link zur Borkener Zeitung

Borkener Zeitung vom 5. Mai 2018

Veröffentlicht am 11. Mai 2018 in der Kategorie Presse

Von HĂŒlskrabben und PfaffenhĂŒtchen

Naturlehrpfad am Ostring

Von Marita Rinke

HĂŒlskrabbe, Feldulme, Birke, Haselnuss…: Bekannte und weniger bekannte Gehölze kann entdecken, wer ĂŒber den Naturlehrpfad entlang des Ostrings bummelt. KĂŒrzlich hatte der Bauhof hier im Zuge von Pflegemaßnahmen mehrere BĂ€ume gefĂ€llt und StrĂ€ucher auf den Stock gesetzt (die BZ berichtete). Daraufhin hagelte es in Leserbriefen zum Teil harsche Kritik. Unter anderem hieß es, der Naturlehrpfad mĂŒsse mit doppel „e“ statt mit „eh“ geschrieben werden. Ist dem so? Begleitet von Martin Hillenbrand, Mitglied des Natur- und Vogelschutzvereins Borken, ging die BZ der Frage vor Ort nach.

Fazit: Der etwa ein Kilometer lange Lehrpfad zwischen Velener und Rekener Straße verdient seinen Namen nach wie vor. Zwar sieht er aktuell etwas licht aus, doch bis auf wenige Ausnahmen treiben Schneeball, Traubenkirsche und Co. inzwischen wieder aus. „Viele der Pflanzen sind stockausschlagfĂ€hig“, erklĂ€rt Hillenbrand. Sie mĂŒssten sogar regelmĂ€ĂŸig zurĂŒckgeschnitten werden, wenn sie im unteren Bereich dichter werden sollen. Außerdem bekĂ€men damit benachbarte Pflanzen Licht und Raum, sich zu entwickeln.

Alle zehn Jahre greife die Gemeinde abschnittsweise zu dieser Maßnahme, erklĂ€rt Ulrich Lohaus auf BZ-Nachfrage. Er ist in der Verwaltung unter anderem fĂŒr die Pflege und Unterhaltung der öffentlichen GrĂŒnflĂ€chen und GrĂŒnanlagen verantwortlich. Dazu gehört der Naturlehrpfad, der Anfang der 1980er Jahre in Folge der Flurbereinigung angelegt wurde.

35 unterschiedliche BĂ€ume und StrĂ€ucher stehen laut Statistik von Lohaus entlang des Pfades. Überwiegend sind es heimische Gehölze wie die Vogelkirsche, die zum Beispiel in Astquirlen Vögeln Nistmöglichkeiten bietet, oder die klassische Stieleiche. 74 kleine Hinweisschilder – auch sie sollen erneuert werden – informieren ĂŒber die diversen Pflanzen. Sie geben Auskunft ĂŒber deutsche und lateinische Namen, Herkunft, Höhe, BlĂŒte und FrĂŒchte sowie Eigenschaften und Anforderungen. Wer neugierig ist, erfĂ€hrt hier einiges. Wer Anregungen fĂŒr den heimischen Garten sucht, findet sie. Und wer sich ab und an bĂŒckt, erkennt, dass sogar die StĂŒmpfe der gefĂ€llten BĂ€ume keine nutzlos zurĂŒckgelassenen Überbleibsel sind. Kleinstlebewesen wie Ameisen und Insekten haben sich die PlĂ€tze erobert.

Lohaus weiß, dass der Verlust mancher BĂ€ume einige der SpaziergĂ€nger schmerzt. FĂ€ulnis, Pilze, StammschĂ€den, die oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen gewesen seien, hĂ€tten die FĂ€llungen erforderlich gemacht. „Ein zertifizierter Gutachter kontrolliert die BĂ€ume regelmĂ€ĂŸig“, sagt Lohaus. Jeder Schaden sei dokumentiert worden.

„Im Wald hĂ€tte mancher Baum vermutlich auch noch stehen bleiben können“, fĂŒgt er hinzu. Doch auf einem ausgewiesenen Rundwanderweg sei die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht. „Da gelten strengere Auflagen.“

Hinzu kommt ein natĂŒrlicher Lebenslauf. „Manche Pflanzen werden nicht ganz so alt“, erinnert Hillenbrand. Doch in der Natur sei es auch so, dass dort, wo etwas Platz mache, sich etwas Neues entwickle. Die Vielfalt bleibe erhalten. Außerdem kĂŒndigt Ulrich Lohaus an, dass Ersatzpflanzungen geplant seien und der Weg erneuert werden soll. „PfaffenhĂŒtchen, Hartriegel und Schlehen wĂŒrden hier an einigen Stellen noch gut hinpassen“, regt Hillenbrand wĂ€hrend des Spaziergangs an, der trotz der auf dem Ring vorbeirauschenden Autos von einem munteren Gezwitscher begleitet wird.

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Borkener Zeitung vom 19. April 2018

Veröffentlicht am 29. April 2018 in der Kategorie Presse

Jugendliche stehlen KĂŒken

Zeugen geusucht

(wic). Aus dem NistgebĂ€ude des Auengeheges des Natur- und Vogelschutzvereins sind am Montagabend gegen 22 Uhr vier HĂŒhnerkĂŒken und Futter gestohlen worden. Die TĂ€ter, zwei noch unbekannte Jugendliche, waren im Borkener Stadtpark ĂŒber einen Zaun geklettert, um in das Gehege zu gelangen.

Was die TĂ€ter jedoch nicht wussten: In dem Gehege ist eine Videokamera angebracht. Auf den Videoaufnahmen ist daher zu sehen, dass einer der beiden Jugendlichen ein KĂŒken in der Hand hĂ€lt und spĂ€ter das Gehege mit einem Karton unter dem Arm wieder verlĂ€sst. Zudem hatten die TĂ€ter KleidungsstĂŒcke der Mitarbeiter durchsucht. Ob dabei auch GegenstĂ€nde gestohlen wurden, stehe noch nicht fest, heißt es im Polizeibericht.

Ebenso ist noch nicht bekannt, ob ein Zusammenhang mit dem Diebstahl von sechs usbekischen Tauben besteht, die vor etwa einem Monat aus demselben Gehege gestohlen worden waren. Die Kripo sucht Zeugen, die Hinweise zu dem oder den DiebstÀhlen geben können.: Tel. 02861/9000.

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