Aktuelles

Buchvorstellung: Die Vögel Mitteleuropas im Porträt

Veröffentlicht am 03. September 2018 in der Kategorie Bücher

Hans-Joachim Fünfstück/ Ingo Weiß
Die Vögel Mitteleuropas im Porträt

Alles Wissenswerte zu über 600 Arten
Vögel in der Natur zu suchen, auf Artzugehörigkeit zu bestimmen und ihr Verhalten zu beobachten, begeistert immer mehr Menschen. Auf Grundlage des „Kompendiums der Vögel Mitteleuropas“ und des „Taschenlexikons der Vögel Deutschlands“ ist nun ein auf Feldführer-Format zusammengefasster Porträtband erschienen, der in gestraffter Form sämtliche in Mitteleuropas vorkommenden Vogelarten umfassend porträtiert. Neben Informationen zur Taxonomie, Erkennungshinweisen, Größe/Gewicht und Stimme erfährt der Benutzer alles Wesentliche zu Brutareal und -biologie, Vorkommen, Lebensraum, Nahrung, Gefährdung und Schutzstatus. Die Informationen zur jeweiligen Vogelart sind immer nach dem gleichen Muster aufbereitet und erleichtern ein schnelles Auffinden der gesuchten Fachinformation.
Die Verbreitungsangaben sind durch Karten illustriert und auf dem aktuellen Stand. Grafiken ermöglichen einen schnellen Überblick über wichtige Phasen im Jahreslauf der Vogelarten, u.a. Anwesenheit, Durchzug, Brut und Mauser. Zudem sind hinter jeder Vogelart in Klammern Nummern angegeben, die auf weiterführende Informationen in den Büchern „Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen“ und „Die Vögel Mitteleuropas sicher bestimmen“ verweisen.
Damit ist dieses Buch ein kompetenter Begleiter bei vogelkundlichen Beobachtungen, ein profunder Wissensspeicher bei allen Fragen rund um die mitteleuropäische Vogelfauna und eine sinnvolle Ergänzung zu reinen Bestimmungsbüchern.

760 S., 722 Fotos, 213 Abb., 420 Karten, geb., 12 x 19 cm
ISBN 978-3-494-01674-0 Best.-Nr.: 494-01674
€ 29,95

Buchvorstellung: Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen

Veröffentlicht am 03. September 2018 in der Kategorie Bücher

Wolfgang Fiedler / Hans-Joachim Fünfstück /Werner Nachtigall
Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen

468 Arten sicher erkennen und zuordnen

Die Eigenschaft des Fliegens gehört zum Vogel wie der Schnabel oder die Federn. Sich scheinbar mühelos über die Schwerkraft hinwegzusetzen und durch die Luft zu gleiten, sorgt für Bewunderung und Faszination.
Das nun neu erschienene Bestimmungsbuch schließt eine Lücke, denn es setzt sich ausschließlich mit Vögeln in fliegender Bewegung auseinander und ermöglicht, die Vögel richtig anzusprechen und zuzuordnen. So setzt dieses Bestimmungsbuch dort an, wo viele klassische Feldführer enden.
468 Vogelarten – alle regelmäßig in Mitteleuropa vorkommenden Arten sowie die meisten in Mitteleuropa gelegentlich auftretenden Seltenheiten – werden ausführlich vorgestellt: Status, Flügelspannweite, Fluggeschwindigkeit, Flügelschlagfrequenz, Flugweise, Stimme sowie ähnliche Arten. Farbige Symbole stellen zudem typische Lebensräume dar, z.B. Küste, Wiese oder Gebirge.
Einzigartig ist die Darstellung der zur Bestimmung entscheidenden Merkmale: In die Flugbilder integriert, sieht der Benutzer sofort, auf welche Details er bei seiner Beobachtung achten muss. So ist ein verlässliches Bestimmungsergebnis garantiert. Eine Neuheit stellen auch die QR-Codes dar, die mit Hilfe einer entsprechenden Software über eine Kamera des Mobiltelefons oder des Tablets eine Tondatei mit passenden Vogelstimmen abrufen. So können Lautäußerungen, wie an den Flug gekoppelte Rufe und Gesänge oder typische Fluggeräusche unmittelbar vor Ort angehört werden. Hinter den deutschen Artnamen steht in Klammern jeweils der Verweis auf die entsprechende Artnummer, wie sie in dem im gleichen Verlag erschienenen Buch „Die Vögel Mitteleuropas im Porträt“ verwendet wird. Dadurch können rasch weitergehende Angaben zu Biologie und Verbreitung gefunden werden.
Wertvolle Beobachtungstipps und weiterführende Darstellungen von flugtechnischen Informationen erhöhen den Praxis- und Informationswert dieses einzigartigen Bestimmungsbuches und machen es zu einem ganzjährigen Begleiter.
Die Flugrufe der Vögel Mitteleuropas ist auch als App erhältlich und kann über den iTunes- oder GooglePlay-Store heruntergeladen werden.

552 S., 679 Fotos, 356 Abb., geb., 12 x 19 cm
ISBN 978-3-494-01673-3 Best.-Nr.: 494-01673
€ 29,95

Buchvorstellung: Die schmackhafte Wildkräuterküche

Veröffentlicht am 17. Juli 2018 in der Kategorie Bücher

Gisela Tubes
Die schmackhafte Wildkräuterküche
Köstliches aus Natur und Garten

Viele unserer heimischen Wildpflanzen und Kräuter sind essbar und enthalten wertvolle Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Gisela Tubes stellt in diesem Buch 125 erprobte Rezepte – von Giersch-Cashew-Pesto über Wildkräuter-Quiche bis zum Löwenzahn-Schnaps – vor, mit deren Hilfe 22 Wildpflanzen und Wildkräuter zu schmackhaften Köstlichkeiten verarbeitet werden. Von Brennnessel bis Wiesenklee – dieses mit brillanten Fotos versehene Kochbuch verspricht Geschmacksexplosionen für Jedermann! Pflanzenporträts, wertvolle Tipps zum richtigen Umgang mit den gesammelten Pflanzen und Kräutern sowie ein Kalender mit den besten Sammelzeiten runden dieses Buch ab.

176 S., 187 farb. Abbildungen, 1 Tab., geb.,
ISBN 978-3-494-01745-7
12.95 €

Borkener Zeitung vom 6. Juli 2018

Veröffentlicht am 14. Juli 2018 in der Kategorie Presse

Grenzverläufe einhalten

Appell an Landwirte

(pd). Wirtschaftswege sind nicht nur Verkehrsadern im Außenbereich, sondern auch wichtige Netzstrukturen im Naturhaushalt. Blühende Wegeränder und Wallhecken seien eine Augenweide für Radfahrer, aber vor allem Nahrungsquelle, Rückzugsort und Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und Kleinstlebewesen, ohne die unsere Umwelt deutlich ärmer wäre, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Borken. Bereits seit einigen Jahren hätten diese Saumstrukturen für den Naturhaushalt an Bedeutung gewonnen.

In vielen Gesprächen mit den politischen Gremien und Vertretern der Landwirtschaft habe die Stadt deutlich gemacht, dass die Einhaltung der Grundstücksgrenzen unerlässlich für die Entwicklung und das Funktionieren dieser Saumstrukturen ist. Der respektvolle Umgang mit Eigentumsgrenzen zum Wohle der Natur sei hierbei immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, heißt es weiter.

Vielfach seien bereits Erfolge sichtbar. Es ist allerdings auch festzustellen, dass es Bereiche gibt, in denen Bewirtschaftungsgrenze und Weggrenze noch nicht identisch sind. Überackern finde immer noch statt.

Zurzeit ist die Getreideernte in vollem Gange, viele Felder sind bereits abgeerntet und warten neben Regen auf die nächste Einsaat. Die weiteren Kulturen werden folgen. Die Stadt Borken appelliert daher eindringlich an alle Bewirtschafter, Pächter und Eigentümer, vor Neueinsaat die tatsächlichen Weggrenzen einzuhalten und das Eigentum der Stadt Borken nicht zu bewirtschaften. Nur so können Artenvielfalt und Attraktivität unserer Landschaft erhalten und entwickelt werden.

Einen schnellen Überblick über den tatsächlichen Grenzverlauf bietet der Geodatenatlas des Kreises Borken (https://kreis-borken.de/de/kreisregion/geodatenatlas/). Für Fragen und Anregungen steht Maria Mertens bei der Stadt Borken, Tel. 02861/939-185, zur Verfügung.

Link zum Artikel auf www.borkenerzeitung.de

Borkener Zeitung vom 31. Mai 2018 (Zurückgeblättert zum Juni 1968)

Veröffentlicht am 03. Juni 2018 in der Kategorie Presse

(Artikel von 1968)
Mit Herz und Verstand geplant

Übernahme des Vogelgeheges

In die Annalen des Natur- und Vogelschutzvereins Borken dürfte der vergangene Samstag besondere Nennung finden. Deshalb, weil an diesem Tag mit der Übernahme des neuen Vogelgeheges im Stadtpark langjähriges Wunschdenken der Mitglieder seinen Abschluß fand. Die Borkener Vogelfreunde, Meister des Improvisierens, wussten diesen Tag mit einem buntgemixten Programm das Gepräge zu geben.

Der Stadtpark dürfte durch das neue Gehege sein ohnehin attraktives Aussehen verbessert haben. Zumal das städtische Bauamt mit Baurat Hohn an der Spitze die planerische Gesamtgestaltung den gegebenen Verhältnissen anzupassen wusste. Heinrich Renners als Vorsitzender des Natur- und Vogelschutzvereins und Bürgermeister Hellmann fanden hierfür Worte des Dankes und der Anerkennung.

Bürgermeister Hellmann, der nicht zuletzt durch seine manuelle Tätigkeit an der Fertigstellung des Geheges wesentlichen Anteil hatte, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass sich bereits im Jahre 1961 die Pläne zum Bau sich konkretisiert hätten. Wenn mit der Realisierung erst später begonnen worden sei, so deshalb, weil die Finanzfrage einige Schwierigkeiten bereitete. In einer groß angelegten Spendenaktion hätten die Bürger dieser Frage einiges von ihrer Bedeutung genommen. „An nahezu allen Türen wurden die Sammler des Vogelschutzvereins nicht nur mit Freundlichkeit empfangen, sondern mit teilweise sehr großzügigen Spenden auch wieder verabschiedet“, so Hellmann.

Die Spendenaktion habe das erfreuliche Ergebnis von 17.000 DM erbracht, 30.000 DM habe die Stadt beigesteuert, 4 000 Arbeitsstunden die Mitglieder

Vorsitzender Renners ging in seiner Ansprache auch auf die technischen Einrichtungen des Geheges ein. Das städtische Bauamt habe auch hier mit Herz und Verstand geplant, Die sechs Winterquartiere der gefiederten Gäste seien mit Futterautomaten, fließendem Wasser und Heizstrahlern ausgestattet. Das Haus werde von einem Nachtspeicherofen beheizt, der über ein Thermostat geregelt werde.

Link zur Borkener Zeitung

Borkener Zeitung vom 5. Mai 2018

Veröffentlicht am 11. Mai 2018 in der Kategorie Presse

Von Hülskrabben und Pfaffenhütchen

Naturlehrpfad am Ostring

Von Marita Rinke

Hülskrabbe, Feldulme, Birke, Haselnuss…: Bekannte und weniger bekannte Gehölze kann entdecken, wer über den Naturlehrpfad entlang des Ostrings bummelt. Kürzlich hatte der Bauhof hier im Zuge von Pflegemaßnahmen mehrere Bäume gefällt und Sträucher auf den Stock gesetzt (die BZ berichtete). Daraufhin hagelte es in Leserbriefen zum Teil harsche Kritik. Unter anderem hieß es, der Naturlehrpfad müsse mit doppel „e“ statt mit „eh“ geschrieben werden. Ist dem so? Begleitet von Martin Hillenbrand, Mitglied des Natur- und Vogelschutzvereins Borken, ging die BZ der Frage vor Ort nach.

Fazit: Der etwa ein Kilometer lange Lehrpfad zwischen Velener und Rekener Straße verdient seinen Namen nach wie vor. Zwar sieht er aktuell etwas licht aus, doch bis auf wenige Ausnahmen treiben Schneeball, Traubenkirsche und Co. inzwischen wieder aus. „Viele der Pflanzen sind stockausschlagfähig“, erklärt Hillenbrand. Sie müssten sogar regelmäßig zurückgeschnitten werden, wenn sie im unteren Bereich dichter werden sollen. Außerdem bekämen damit benachbarte Pflanzen Licht und Raum, sich zu entwickeln.

Alle zehn Jahre greife die Gemeinde abschnittsweise zu dieser Maßnahme, erklärt Ulrich Lohaus auf BZ-Nachfrage. Er ist in der Verwaltung unter anderem für die Pflege und Unterhaltung der öffentlichen Grünflächen und Grünanlagen verantwortlich. Dazu gehört der Naturlehrpfad, der Anfang der 1980er Jahre in Folge der Flurbereinigung angelegt wurde.

35 unterschiedliche Bäume und Sträucher stehen laut Statistik von Lohaus entlang des Pfades. Überwiegend sind es heimische Gehölze wie die Vogelkirsche, die zum Beispiel in Astquirlen Vögeln Nistmöglichkeiten bietet, oder die klassische Stieleiche. 74 kleine Hinweisschilder – auch sie sollen erneuert werden – informieren über die diversen Pflanzen. Sie geben Auskunft über deutsche und lateinische Namen, Herkunft, Höhe, Blüte und Früchte sowie Eigenschaften und Anforderungen. Wer neugierig ist, erfährt hier einiges. Wer Anregungen für den heimischen Garten sucht, findet sie. Und wer sich ab und an bückt, erkennt, dass sogar die Stümpfe der gefällten Bäume keine nutzlos zurückgelassenen Überbleibsel sind. Kleinstlebewesen wie Ameisen und Insekten haben sich die Plätze erobert.

Lohaus weiß, dass der Verlust mancher Bäume einige der Spaziergänger schmerzt. Fäulnis, Pilze, Stammschäden, die oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen gewesen seien, hätten die Fällungen erforderlich gemacht. „Ein zertifizierter Gutachter kontrolliert die Bäume regelmäßig“, sagt Lohaus. Jeder Schaden sei dokumentiert worden.

„Im Wald hätte mancher Baum vermutlich auch noch stehen bleiben können“, fügt er hinzu. Doch auf einem ausgewiesenen Rundwanderweg sei die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht. „Da gelten strengere Auflagen.“

Hinzu kommt ein natürlicher Lebenslauf. „Manche Pflanzen werden nicht ganz so alt“, erinnert Hillenbrand. Doch in der Natur sei es auch so, dass dort, wo etwas Platz mache, sich etwas Neues entwickle. Die Vielfalt bleibe erhalten. Außerdem kündigt Ulrich Lohaus an, dass Ersatzpflanzungen geplant seien und der Weg erneuert werden soll. „Pfaffenhütchen, Hartriegel und Schlehen würden hier an einigen Stellen noch gut hinpassen“, regt Hillenbrand während des Spaziergangs an, der trotz der auf dem Ring vorbeirauschenden Autos von einem munteren Gezwitscher begleitet wird.

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Borkener Zeitung vom 19. April 2018

Veröffentlicht am 29. April 2018 in der Kategorie Presse

Jugendliche stehlen Küken

Zeugen geusucht

(wic). Aus dem Nistgebäude des Auengeheges des Natur- und Vogelschutzvereins sind am Montagabend gegen 22 Uhr vier Hühnerküken und Futter gestohlen worden. Die Täter, zwei noch unbekannte Jugendliche, waren im Borkener Stadtpark über einen Zaun geklettert, um in das Gehege zu gelangen.

Was die Täter jedoch nicht wussten: In dem Gehege ist eine Videokamera angebracht. Auf den Videoaufnahmen ist daher zu sehen, dass einer der beiden Jugendlichen ein Küken in der Hand hält und später das Gehege mit einem Karton unter dem Arm wieder verlässt. Zudem hatten die Täter Kleidungsstücke der Mitarbeiter durchsucht. Ob dabei auch Gegenstände gestohlen wurden, stehe noch nicht fest, heißt es im Polizeibericht.

Ebenso ist noch nicht bekannt, ob ein Zusammenhang mit dem Diebstahl von sechs usbekischen Tauben besteht, die vor etwa einem Monat aus demselben Gehege gestohlen worden waren. Die Kripo sucht Zeugen, die Hinweise zu dem oder den Diebstählen geben können.: Tel. 02861/9000.

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Borkener Zeitung vom 9. April 2018

Veröffentlicht am 28. April 2018 in der Kategorie Presse

Kleines Abenteuer im Sternbusch

Förster führt Naturfreunde durch den Wald

Von Christa Niermann

Revierförster Holger Eggert vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW führte am Samstagnachmittag mehr als 45 Naturliebhaber durch den Sternbusch in Gemen. Organisiert hat die Exkursion der Natur- und Vogelschutzverein. Dessen Schatzmeister Edmund Schroer freute sich sehr über die mehr als 15 Jungen und Mädchen, die viel über den Wald und dessen Bewohner erfahren möchten.

Schon nach kurzer Zeit verlässt die Gruppe den Weg und wandert in den Wald hinein. An einer Stiel-Eiche oder auch „Deutschen Eiche“ genannt, macht Eggert halt. Er lässt die Kinder raten, wie alt dieser Baum wohl ist. Nicht nur die Kinder staunen, als sie hören, dass dieser Baum seit gut 200 Jahren hier wächst. Die älteste deutsche Eiche ist etwa 1000 bis 1400 Jahre alt und steht in Erle, beschreibt Eggert die Baumart, die wertvolles Holz liefert. Der Förster informiert, dass im Sternbusch alle heimischen Bäume wachsen. „Junge und alte, dicke und dünne Bäume stehen hier nebeneinander.“ Es gebe keinen Kahlschlag mehr, bei dem alle Bäume eines Waldstücks gleichzeitig gefällt würden. Die Durchforstung eines Waldes finde alle acht bis zehn Jahre statt, informiert er. Als Förster muss er auf das Gleichgewicht als Mischwald achten. Wenn unterschiedliche Baumarten nebeneinander wachsen und unterschiedlich alte Bäume zusammenstehen, kann ein Sturm weniger Schaden anrichten.

Ein gemischter Wald ist „naturnah“. Und das ist auch gut für die Tiere des Waldes. So fänden sich in einem naturnahen Wald immer auch alte und tote Bäume. „Vor allem Insekten, Pilze und Tiere brauchen diese zum Überleben“, führt Eggert aus. Rotbuche, Erle, Lärche, deren hartes Holz durch den hohen Harzgehalt sehr witterungsbeständig ist und überwiegend für Fenster und Türen genutzt wird, wachsen hier dicht beieinander.

Die Kiefer werde kaum noch angepflanzt, erklärt er weiter. „Das Holz ist einfach zu krumm gewachsen.“ In früheren Zeiten wurde diese Holzart gerne als Grubenholz und für den Schiffsbau verwandt. Faszinierend finden es nicht nur die Kinder zu hören, dass Kiefernholz, wenn es größeren Belastungen ausgesetzt wird, laute Knackgeräusche abgibt. So seien erfahrene Bergleute durch dieses Knacken vor Gefahren gewarnt worden.

Natürlich gibt es auch jede Menge Tiere im Sternbusch. „Eigentlich alle einheimischen Tiere sind hier zu Hause.“ Die Kinder zählen dann viele Tiere auf, die sie kennen: Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Wiesel, Hasen, Kaninchen, Rehe und noch viele andere Tiere mehr. „Hier gibt es mehr Rehe als die meisten glauben“, erklärt Förster Eggert.

Am späten Nachmittag endet der Ausflug in den Sternbusch. Da geht es durch tiefes Laub und Gehölz. Auch Wassergräben gilt es zu überwinden. Bemerkenswert ist zu beobachten, wie selbstverständlich die jüngeren Teilnehmern den älteren helfen, diese Hürden zu meistern.

„Das ist schon richtig klasse“, sagt einer der Teilnehmer. So endet eine richtig schöne und informative Naturerkundung, die sich für den einen oder anderen wie ein kleines Abenteuer anfühlt.

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Borkener Zeitung vom 10. März 2018

Veröffentlicht am 16. März 2018 in der Kategorie Presse

Toter Wanderfalke in Borken

Ein toter Wanderfalke ist in einem Garten an der Bullenkämpe gefunden worden. Wie Jochen Teroerde vom Natur- und Vogelschutzverein mitteilt, gebe es Parallelen zu dem Fall in Bocholt. Dort war kürzlich ein Wanderfalke mit Schrot beschossen worden und verendet. Passanten hatten den schwer verletzten Vogel an der Josefskirche gefunden und den Tiernotruf alarmiert. Das Tier starb auf dem Weg zum Tierarzt.

Die Vermutung liege nahe, so Teroerde, dass auch bei dem in Borken gefundenen Greifvogel eine unnatürliche Todesursache vorliegen könnte. Zur Klärung der Todesursache werde das Tier am Dienstag in Münster untersucht. Falls es sich um eine unnatürliche Todesursache handelt, werde der Natur- und Vogelschutzverein eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten und eine Belohnung aussetzen für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führe.

Wanderfalken sind wie alle anderen Greifvögel gesetzlich geschützt, ihr Abschuss ist eine Straftat.

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Borkener Zeitung vom 23. Februar 2018

Veröffentlicht am 27. Februar 2018 in der Kategorie Presse

Zu früh für den Frühling

BZ-Leser sichten Weißstörche / „Überwinterer“ statt Zugvögel

Von Peter Berger

. Störche in Sicht – das teilten BZ-Leser in dieser Woche wiederholt der Redaktion mit. Gleich ein Dutzend Exemplare des auffälligen Vogels wurden am Dienstag erst an der Vardingholter Straße, dann an der Landwehr beobachtet. Sind sie Vorboten des Frühlings? Die Antwort des Borkener Vogel-Kenners Hans-Wilhelm Grömping lautet: „Nein“.

Störche seien zwar nach wie vor Zugvögel. Im Winter gehe es teils tausende Kilometer gen Süden. Störche fliegen westlich über die Straße von Gibraltar oder östlich über den Bosporus Richtung Afrika, um die Wasserfläche des Mittelmeers nicht an einem Stück bewältigen zu müssen. „Das hat man vielleicht noch aus dem Bio-Unterricht behalten“, so Grömping schmunzelnd. Von Zeit zu Zeit gebe es unter den Störchen aber auch viele „Überwinterer“ in heimischen Breiten. Wer am Niederrhein unterwegs ist, sehe sie dort nicht selten in den Wiesen stehen. Was früher als Zwischenlandung auserkoren wurde, sei heute durchaus ein längeres Winterquartier.

Das nächste Brutpaar ist in der Dingdener Heide zu finden. Ob sich auch in und um Borken Störche ansiedeln könnten, sei schwer zu sagen, so Jochen Teroerde, erster Vorsitzender vom Natur- und Vogelschutzverein. Der Pröbstingsee plus die Auen drumherum oder der Becking zwischen Borken und Gemen seien wahrscheinlich zu klein oder „zu wuselig“, so Teroerde.

Der für die nächsten Tage angekündigte Dauerfrost könnte für Störche und weitere Arten noch zum Problem werden. Auf hartgefrorenen Böden lässt sich schwer Beute machen.

Wenn der (Klapper-)Storch als Frühlingsbote nicht taugt, dann vielleicht als Vorbote für Kindersegen? Wer an diese fabelhaften Fähigkeiten von „Meister Adebar“ glaubt, sollte sich Ende dieses Jahres mal die Borkener Geburtenstatistik näher anschauen.

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