Aktuelles: Presse

Borkener Zeitung vom 9. April 2018

Veröffentlicht am 28. April 2018 in der Kategorie Presse

Kleines Abenteuer im Sternbusch

Förster fĂŒhrt Naturfreunde durch den Wald

Von Christa Niermann

Revierförster Holger Eggert vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW fĂŒhrte am Samstagnachmittag mehr als 45 Naturliebhaber durch den Sternbusch in Gemen. Organisiert hat die Exkursion der Natur- und Vogelschutzverein. Dessen Schatzmeister Edmund Schroer freute sich sehr ĂŒber die mehr als 15 Jungen und MĂ€dchen, die viel ĂŒber den Wald und dessen Bewohner erfahren möchten.

Schon nach kurzer Zeit verlĂ€sst die Gruppe den Weg und wandert in den Wald hinein. An einer Stiel-Eiche oder auch „Deutschen Eiche“ genannt, macht Eggert halt. Er lĂ€sst die Kinder raten, wie alt dieser Baum wohl ist. Nicht nur die Kinder staunen, als sie hören, dass dieser Baum seit gut 200 Jahren hier wĂ€chst. Die Ă€lteste deutsche Eiche ist etwa 1000 bis 1400 Jahre alt und steht in Erle, beschreibt Eggert die Baumart, die wertvolles Holz liefert. Der Förster informiert, dass im Sternbusch alle heimischen BĂ€ume wachsen. „Junge und alte, dicke und dĂŒnne BĂ€ume stehen hier nebeneinander.“ Es gebe keinen Kahlschlag mehr, bei dem alle BĂ€ume eines WaldstĂŒcks gleichzeitig gefĂ€llt wĂŒrden. Die Durchforstung eines Waldes finde alle acht bis zehn Jahre statt, informiert er. Als Förster muss er auf das Gleichgewicht als Mischwald achten. Wenn unterschiedliche Baumarten nebeneinander wachsen und unterschiedlich alte BĂ€ume zusammenstehen, kann ein Sturm weniger Schaden anrichten.

Ein gemischter Wald ist „naturnah“. Und das ist auch gut fĂŒr die Tiere des Waldes. So fĂ€nden sich in einem naturnahen Wald immer auch alte und tote BĂ€ume. „Vor allem Insekten, Pilze und Tiere brauchen diese zum Überleben“, fĂŒhrt Eggert aus. Rotbuche, Erle, LĂ€rche, deren hartes Holz durch den hohen Harzgehalt sehr witterungsbestĂ€ndig ist und ĂŒberwiegend fĂŒr Fenster und TĂŒren genutzt wird, wachsen hier dicht beieinander.

Die Kiefer werde kaum noch angepflanzt, erklĂ€rt er weiter. „Das Holz ist einfach zu krumm gewachsen.“ In frĂŒheren Zeiten wurde diese Holzart gerne als Grubenholz und fĂŒr den Schiffsbau verwandt. Faszinierend finden es nicht nur die Kinder zu hören, dass Kiefernholz, wenn es grĂ¶ĂŸeren Belastungen ausgesetzt wird, laute KnackgerĂ€usche abgibt. So seien erfahrene Bergleute durch dieses Knacken vor Gefahren gewarnt worden.

NatĂŒrlich gibt es auch jede Menge Tiere im Sternbusch. „Eigentlich alle einheimischen Tiere sind hier zu Hause.“ Die Kinder zĂ€hlen dann viele Tiere auf, die sie kennen: Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Wiesel, Hasen, Kaninchen, Rehe und noch viele andere Tiere mehr. „Hier gibt es mehr Rehe als die meisten glauben“, erklĂ€rt Förster Eggert.

Am spĂ€ten Nachmittag endet der Ausflug in den Sternbusch. Da geht es durch tiefes Laub und Gehölz. Auch WassergrĂ€ben gilt es zu ĂŒberwinden. Bemerkenswert ist zu beobachten, wie selbstverstĂ€ndlich die jĂŒngeren Teilnehmern den Ă€lteren helfen, diese HĂŒrden zu meistern.

„Das ist schon richtig klasse“, sagt einer der Teilnehmer. So endet eine richtig schöne und informative Naturerkundung, die sich fĂŒr den einen oder anderen wie ein kleines Abenteuer anfĂŒhlt.

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Borkener Zeitung vom 10. MĂ€rz 2018

Veröffentlicht am 16. MÀrz 2018 in der Kategorie Presse

Toter Wanderfalke in Borken

Ein toter Wanderfalke ist in einem Garten an der BullenkĂ€mpe gefunden worden. Wie Jochen Teroerde vom Natur- und Vogelschutzverein mitteilt, gebe es Parallelen zu dem Fall in Bocholt. Dort war kĂŒrzlich ein Wanderfalke mit Schrot beschossen worden und verendet. Passanten hatten den schwer verletzten Vogel an der Josefskirche gefunden und den Tiernotruf alarmiert. Das Tier starb auf dem Weg zum Tierarzt.

Die Vermutung liege nahe, so Teroerde, dass auch bei dem in Borken gefundenen Greifvogel eine unnatĂŒrliche Todesursache vorliegen könnte. Zur KlĂ€rung der Todesursache werde das Tier am Dienstag in MĂŒnster untersucht. Falls es sich um eine unnatĂŒrliche Todesursache handelt, werde der Natur- und Vogelschutzverein eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten und eine Belohnung aussetzen fĂŒr Hinweise, die zur Ergreifung des TĂ€ters fĂŒhre.

Wanderfalken sind wie alle anderen Greifvögel gesetzlich geschĂŒtzt, ihr Abschuss ist eine Straftat.

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Borkener Zeitung vom 23. Februar 2018

Veröffentlicht am 27. Februar 2018 in der Kategorie Presse

Zu frĂŒh fĂŒr den FrĂŒhling

BZ-Leser sichten Weißstörche / „Überwinterer“ statt Zugvögel

Von Peter Berger

. Störche in Sicht – das teilten BZ-Leser in dieser Woche wiederholt der Redaktion mit. Gleich ein Dutzend Exemplare des auffĂ€lligen Vogels wurden am Dienstag erst an der Vardingholter Straße, dann an der Landwehr beobachtet. Sind sie Vorboten des FrĂŒhlings? Die Antwort des Borkener Vogel-Kenners Hans-Wilhelm Grömping lautet: „Nein“.

Störche seien zwar nach wie vor Zugvögel. Im Winter gehe es teils tausende Kilometer gen SĂŒden. Störche fliegen westlich ĂŒber die Straße von Gibraltar oder östlich ĂŒber den Bosporus Richtung Afrika, um die WasserflĂ€che des Mittelmeers nicht an einem StĂŒck bewĂ€ltigen zu mĂŒssen. „Das hat man vielleicht noch aus dem Bio-Unterricht behalten“, so Grömping schmunzelnd. Von Zeit zu Zeit gebe es unter den Störchen aber auch viele „Überwinterer“ in heimischen Breiten. Wer am Niederrhein unterwegs ist, sehe sie dort nicht selten in den Wiesen stehen. Was frĂŒher als Zwischenlandung auserkoren wurde, sei heute durchaus ein lĂ€ngeres Winterquartier.

Das nĂ€chste Brutpaar ist in der Dingdener Heide zu finden. Ob sich auch in und um Borken Störche ansiedeln könnten, sei schwer zu sagen, so Jochen Teroerde, erster Vorsitzender vom Natur- und Vogelschutzverein. Der Pröbstingsee plus die Auen drumherum oder der Becking zwischen Borken und Gemen seien wahrscheinlich zu klein oder „zu wuselig“, so Teroerde.

Der fĂŒr die nĂ€chsten Tage angekĂŒndigte Dauerfrost könnte fĂŒr Störche und weitere Arten noch zum Problem werden. Auf hartgefrorenen Böden lĂ€sst sich schwer Beute machen.

Wenn der (Klapper-)Storch als FrĂŒhlingsbote nicht taugt, dann vielleicht als Vorbote fĂŒr Kindersegen? Wer an diese fabelhaften FĂ€higkeiten von „Meister Adebar“ glaubt, sollte sich Ende dieses Jahres mal die Borkener Geburtenstatistik nĂ€her anschauen.

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Borkener Zeitung vom 22. Februar 2018

Veröffentlicht am 26. Februar 2018 in der Kategorie Presse

VogelschĂŒtzer sammeln MĂŒll

„Braucht jemand noch ein Fahrrad, oder einen Motor oder ein paar Schirme oder, oder, oder…?“, fragt Jochen Teroerde vom Natur- und Vogelschutzverein. Eine Gruppe der Vereinsmitglieder hat jetzt das Gebiet um den Schniggenteich (zwischen Stadtpark und Schulzentrum) in Borken gereinigt. Die Helfer wunderten sich, dass Zeitgenossen erhebliche MĂŒhe auf sich nehmen, Unrat dort zu entsorgen, obwohl es doch genug Möglichkeiten gebe, seinen MĂŒll ordnungsgemĂ€ĂŸ und mĂŒhelos zu entsorgen. Das Bild zeigt die Helfer mit der Ausbeute einer Stunde Sammelns.

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Borkener Zeitung vom 16. Januar 2018

Veröffentlicht am 22. Januar 2018 in der Kategorie Presse

Baumverluste werden ausgeglichen

Beigeordneter JĂŒrgen Kuhlmann berichtet beim Natur- und Vogelschutzverein ĂŒber „Baum-Management“

(mhs). Zwei große Themen hatte der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken bei seiner Versammlung im Hotel Demming auf der Agenda: die Aufgabe des geplanten Gewerbeparks an der A31 und das „Baum-Mangement“ der Stadt Borken.

Vereinsmitglied Martin Hellenkamp gab zu Beginn einige Statements zum Thema Gewerbepark ab. Letztlich seien die AktivitĂ€ten der bereits im Jahre 2008 gegrĂŒndeten BĂŒrgerinitiative unter reger Beteiligung des Natur- und Vogelschutzbundes ursĂ€chlich dafĂŒr, dass die BauplĂ€ne von drei Gemeinden seit Dezember des vergangenen Jahres nun endgĂŒltig vom Tisch seien und die Natur am geplanten Standort verschont bleibe.

Als externe Referenten zum Thema „Baum-Management der Stadt Borken“ waren JĂŒrgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter, sowie der Fachabteilungsleiter GrĂŒn der Stadt Borken, Michael Gesing, eingeladen. Kuhlmann stellte zu Beginn seines Vortrages die sozialen Komponenten heraus, die die Bereitstellung von GrĂŒnflĂ€chen als soziale Treffpunkte und niedrigschwellige BegegnungsstĂ€tten gleichermaßen hĂ€tten. In diesem Kontext sei es im Rahmen der Stadtentwicklung fĂŒr alle Beteiligten der öffentlichen Hand immer wieder wichtig, vernetzte und leicht zugĂ€ngliche RĂ€ume fĂŒr die BĂŒrger der Kreisstadt zu schaffen.

Wo Eingriffe erfolgen, mĂŒsse auch ausgeglichen werden, das sei SelbstverstĂ€ndnis und gesetzliche Verpflichtung zugleich, betonten beide Referenten. Insbesondere vor der Erkenntnis des unstreitigen InsektenrĂŒckgangs sehe man sich in der Pflicht, die Region klimatechnisch und ökologisch in der Balance zu halten. Die Stadt Borken sei jedoch nicht nur verantwortlich fĂŒr den Erhalt von etwa 300 Kilometern Wallhecken und die Bewirtschaftung vieler Hektar GrĂŒnflĂ€chen, sondern betreibe mittlerweile ein digitales Baumkataster, in dem der gesamte Baumbestand auf stĂ€dtischem Gebiet katalogisiert und fortlaufend aktualisiert wird. Transparenz der stĂ€dtischen Maßnahmen stehe auf der Verwaltungs-Agenda an oberster Stelle, wenngleich man sich bewusst sei, nicht immer alle BĂŒrger zu jeder Zeit zu erreichen.

Unstreitig sei, dass die Interessen des Natur- und Vogelschutzvereins einen hohen Stellenwert einnĂ€hmen und dass Verwaltung und Politik sich bei der Rodung alter BaumbestĂ€nde, wie in KĂŒrze an der MĂŒhlenstraße geplant, Entscheidungen nicht leicht mache, betonte der Beigeordnete JĂŒrgen Kuhlmann.

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Borkener Zeitung vom 8. September 2017

Veröffentlicht am 12. September 2017 in der Kategorie Presse

Helfer gesucht, um Tiere zu versorgen

Natur- und Vogelschutzverein braucht UnterstĂŒtzung im Vogelpark

BORKEN (jab). Die Wellensittiche, GĂ€nse und Tauben in den Gehegen und Volieren im Borkener Stadtpark wollen versorgt werden. Zurzeit kĂŒmmern sich Friedhelm Triphaus, Jochen Teroerde und insbesondere RĂŒdiger Borke um die Tiere. Bisher ĂŒbernimmt Borke die meiste Arbeit im Vogelpark. „RĂŒdiger wohnt quasi hier“, sagt Jochen Teroerde. Aus gesundheitlichen GrĂŒnden muss er seine ehrenamtliche Arbeit im Vogelpark nun aber hinten anstellen. Deshalb suchen Triphaus und Teroerde dringend helfende HĂ€nde.

Interessiert, naturverbunden, tierlieb und vor allem zuverlĂ€ssig sollten die Menschen sein, wenn sie sich ehrenamtlich im Vogelpark engagieren möchten, da sind sich die beiden einig. Das Alter spiele keine Rolle. Und Arbeit gebe es immer. Egal, ob es das FĂŒttern ist, Gartenarbeiten, Gehege und Volieren sauber machen, Tierarztbesuche organisieren oder einfach nur mal nach dem Rechten schauen.

Im Idealfall sollte der kĂŒnftige Helfer zweimal tĂ€glich zum FĂŒttern vorbeischauen, das sei aber kein Muss, sagt Triphaus. „Auch Menschen mit weniger Zeit können wir gut gebrauchen. Es reicht schon, wenn man einmal in der Woche zum Helfen vorbeikommen kann.“ Samstags stehe die Grundreinigung auf dem Programm, dabei sei jeder Helfer gerne gesehen.

KĂŒnftig werde ein Dienstplan erstellt, um die ArbeitseinsĂ€tze besser zu organisieren, erklĂ€rt Tripphaus. Bislang war das nicht nötig, weil Borke grĂ¶ĂŸtenteils alles allein gemacht habe. Die beiden hoffen, dass er zĂŒgig gesund werde und bald wieder im Einsatz sei. Bis dahin brĂ€uchten sie dringend UnterstĂŒtzung. Wer Interesse hat, kann sich bei Jochen Teroerde (Tel. 2859) oder Friedhelm Triphaus (4764) melden oder ĂŒber die Homepage www.nuv-borken.de Kontakt aufnehmen.

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Borkener Zeitung vom 22. August 2017

Veröffentlicht am 25. August 2017 in der Kategorie Presse

Umweltschutz im Wandel der Zeit

Natur- und Vogelschutzverein ĂŒbergab dem Stadtarchiv fĂŒnf Chronik-BĂ€nde

(pd). Vom einstigen „Kanarienzucht- und Vogelschutzverein“ hin zu einem Bewahrer und Mahner in vielen Fragen des Umweltschutzes – diese spannende Entwicklung dokumentieren fĂŒnf Chronik-BĂ€nde, die der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken dem Borkener Stadtarchiv als Dauerleihgabe zur VerfĂŒgung gestellt hat. Sie dokumentieren die Vereinsgeschichte von 1931 bis 2002 mit einer Unterbrechung von 1936 bis Anfang 1956, da der Verein in der Zeit des Nationalsozialismus in den Reichsbund Deutscher KanarienzĂŒchter eingegliedert und erst mit Verzögerung neu gegrĂŒndet wurde, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

„Wir sind sehr stolz, diese Chroniken heute noch zu besitzen“, sagte Jochen Teroerde, seit Februar 2011 Vorsitzender des rund 450 Mitglieder zĂ€hlenden Vereins. Bereits zum 40. VereinsjubilĂ€um 1971 erstellte der ehemalige Konrektor Erich Vielhauer die ersten Seiten der Chroniken, ab den 1980er Jahren fĂŒhrte Heinz Petersohn diese fort. Sie liefern ein vielfĂ€ltiges Bild des Vereinslebens mit TĂ€tigkeits- und Versammlungsberichten sowie Artikeln aus der Lokalpresse und aus Fachmagazinen. Aufschlussreich sind auch die zahlreichen Fotos, die wichtige AktivitĂ€ten des Vereins illustrieren – von der Teilnahme an der Aktion „Saubere Landschaft“ ĂŒber regelmĂ€ĂŸige ArbeitseinsĂ€tze an der Nordsee bis hin zur vereinsinternen Karnevalsfeier.

Nach VorgesprĂ€chen mit Stadtarchivleiter Dr. Fasse, der die Chroniken als stadtgeschichtlich bedeutsame Quellen einstufte, erfolgte kĂŒrzlich die Übergabe der fĂŒnf Chronik-BĂ€nde. „Bisher verwahren wir nur wenige Dokumente ĂŒber VereinsaktivitĂ€ten im Stadtgebiet“, berichtete dabei Diplom-Archivar Thomas Hacker. Doch das Stadtarchiv sieht sich nicht nur als „GedĂ€chtnis“ der Stadtverwaltung, sondern sucht das stĂ€dtische Leben insgesamt zu dokumentieren. Und dass der Natur- und Vogelschutzverein in den vergangenen Jahrzehnten ĂŒber Borken hinaus fĂŒr einen nachhaltigen Umweltschutz eingetreten ist, macht diesen neuen Bestand sehr interessant.

Der Verein selbst sieht seine Chroniken im Stadtarchiv gut verwahrt. Wie alle anderen im Diebesturm verwahrten BestĂ€nde zur Geschichte der Stadt sowie der ehemaligen Ämter Gemen-Weseke sowie Marbeck-Raesfeld können sie jederzeit wĂ€hrend der Öffnungszeiten (montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr) im Diebesturm eingesehen werden.

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Borkener Zeitung vom 21. August 2017

Veröffentlicht am 24. August 2017 in der Kategorie Presse

Uhu unternimmt „Hausbesuch“

Familie Nachbarschulte flog seltene Eule zu

Von Peter Berger

Seltenen Besuch hat Josef Nachbarschulte seit ein paar Tagen bei sich auf dem Hof. Aus heiterem Himmel flog der ungewöhnliche Gast abends ein, machte zunĂ€chst keinen Piep, war aber erstaunlich zutraulich. Nach AusflĂŒgen in die Umgebung kehrte er zielsicher zu den Nachbarschultes zurĂŒck. Die Rede ist von einem Uhu.

„Ich zĂŒchte schon seit 60 Jahren Vögel, aber ein Uhu ist mir noch nicht untergekommen“, staunte der Landwirt (72) beim ersten Anblick des majestĂ€tischen Tieres nicht schlecht. Der Uhu steuerte wohl nicht von ungefĂ€hr immer wieder seinen Hof an. Hinter dem Kuhstall stehen viele Volieren, in denen Nachbarschulte nicht weniger als 16 FasanenArten und anderes ZiergeflĂŒgel hĂ€lt. Die könnten eine potenzielle, aber durch die Gitter unerreichbare Beute fĂŒr die große Eule sein.

Bis auf wenige Meter kann man sich dem etwa 60 Zentimeter großem Vogel nĂ€hern, bevor er seine Schwingen ausbreitet, lautlos durch die Luft gleitet und in sicherer Entfernung auf der Wiese wieder landet. Woher der Uhu kommt, weiß Nachbarschulte nicht. Um eine Verwechslung mit anderen Arten auszuschließen, ließ er sich seine Entdeckung vom Heidener Landschaftswart Gerhard Weber bestĂ€tigen: „Ich war völlig ĂŒberrascht“, so Weber, der ehrenamtlich Wald, Feld und Flur im Blick behĂ€lt. Weil dieser Eule die Scheu fehle, könnte es sich vielleicht um ein an Menschen gewöhntes Exemplar handeln, das aus einem Tier- oder Vogelpark entwichen sei. Aber das sei pure Spekulation. Wahrscheinlicher ist, dass der Uhu tatsĂ€chlich einer Brut im Umland entstammen könnte.

Galt der Vogel, zu dessen Beute MÀuse, Ratten und Kaninchen zÀhlt, in den 1970er Jahren als ausgestorben, so gehen Experten inzwischen von 250 bis 300 Paaren in NRW aus. Auch in den WÀldern der Hohen Mark ist der stattliche Vogel bereits nachgewiesen worden. Auf Betreiben der Biologischen Station Kreis Recklinghausen wurden bereits spezielle Nisthilfen angebracht.

Auch im Borkener Stadtgebiet haben Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins bereits ein Brutpaar beobachten können. „Der Uhu ist wie andere Großvögel auch wieder hĂ€ufiger anzutreffen“, weiß zweiter Vorsitzender Hans-Wilhelm Grömping zu berichten. Einerseits scheinen sich jahrzehntelange NaturschutzbemĂŒhungen auszuzahlen, andererseits sei der Uhu, ursprĂŒnglich ein Felsenbewohner, recht anpassungsfĂ€hig und finde inzwischen selbst in BallungsrĂ€umen hier und da sein Auskommen, so Grömping.

Bis auf weiteres können sich Josef Nachbarschulte und seine Tochter Birgit noch an dem seltenen Anblick erfreuen. Die Enkelkinder Pia und Thea verlieren unterdessen die Scheu vor dem stattlichen Tier mit dem durchdringenden Blick. Irgendwann aber wird sich „Hans“, wie Nachbarschulte „seinen“ Uhu genannt hat, wohl auf Nimmerwiedersehen auf- und davonmachen.

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Mokka vom Juli 2017

Veröffentlicht am 05. Juli 2017 in der Kategorie Presse

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Naturschutz – ganz konkret

Wie vielseitig der Einsatz in und fĂŒr die Natur sein kann, das zeigt der Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken. Die Mokka-Reaktion hatte Gelegenheit, einige Mitglieder bei ihrer Arbeit zu begleiten.

Dienstagmorgen, 9.30 Uhr. Die FĂŒtterung der Tiere im Vogelpark Borken ist bereits vorbei. In den elf Gehegen tummeln sich Diamantfasan und westfĂ€lischer Totleger, Pfauen und Enten, diverse Taubenarten und Wachteln. In der verglasten Voliere nebenan quĂ€ken Zebrafinken, singen Kanarienvögel und zwitschern bunte Wellensittiche. Auf dem Teich schwimmen GĂ€nse, KnĂ€k- und Krickenten. Ein Idyll zweifellos, das der Natur- und Vogelschutzverein (NUV) Kreis Borken hier im Stadtpark seit vielen Jahren unterhĂ€lt. Erst im letzten Jahr wurde die Anlage neu geordnet, die Zuwegung zu den Gehegen verbessert. Der Erfolg ist auch an diesem Morgen ablesbar. Senioren, MĂŒtter mit Kleinkindern und diverse weitere SpaziergĂ€nger schlendern an den ZĂ€unen vorbei und beobachten das tierische Treiben. Doch was hat die Haltung von RassehĂŒhnern und Papageien mit Naturschutz zu tun? Die Vorstandsmitglieder des NUV haben ganz unterschiedliche Antworten auf diese Frage. „Die meisten Menschen haben Interesse an der Natur, finden aber keinen Zugang. Der Vogelpark liefert ihnen einen, bringt ihnen auf einfache Art Natur nahe. Gerade Kinder lassen sich von der Kreatur packen“, sagt Hans-Wilhelm Grömping. Begeisterung fĂŒr die Natur wecken und ganz praktisch ausleben zu können, das ist ein wichtiges Anliegen auch fĂŒr Jochen Teroerde, den Vorsitzenden des Vereins. „Bei uns kann man zum Beispiel Patenschaften fĂŒr einzelne Tiere ĂŒbernehmen, ob fĂŒr einen Papagei oder einen HĂŒhnerstamm“, sagt er. „Hier kann man Tiere fĂŒttern und betreuen, ohne eine eigene Voliere oder gar einen KleinkĂ€fig anschaffen zu mĂŒssen.“ Friedhelm Triphaus hatte frĂŒher selber einen kleinen HĂŒhnerhof und engagiert sich seit einiger Zeit als FĂŒtterer im Park. „Nur was man kennt, das schĂŒtzt man auch“, bringt er das Thema Naturschutz auf den Punkt und fĂŒhrt auch gleich ein Beispiel an. „Wir veranstalten regelmĂ€ĂŸig FĂŒhrungen mit Kindergartengruppen und zeigen ihnen den Weg vom Ei bis zum Huhn.“ Auch fĂŒr Altenheimbewohner gibt es Angebote. „Bei Ă€lteren Menschen sorgen die akustischen und optischen Reize der Tierwelt fĂŒr eine gute basale Stimulation“, sagt Jochen Teroerde, der beruflich in der Pflege tĂ€tig ist.

Vogel- und Naturschutz werde im Park aber auch ganz konkret betrieben. „Wir haben hier einige heimische Wildenten, die man in der Natur nur selten sieht. Wir halten einige vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und bieten rund um den Park auch zahlreichen Wildvögeln eine Heimat“, erlĂ€utert Teroerde. DarĂŒber hinaus gebe es zahlreiche weitere Projekte, Exkursionen und Initiativen des Vereins, an denen man teilnehmen könne.

Ortswechsel: Drei Tage spĂ€ter, frĂŒher Abend im Wildpark Anholter Schweiz. Hans-Wilhelm Grömping begrĂŒĂŸt rund 20 naturinteressierte Besucher zu einem gefĂŒhrten Rundgang durch das kĂŒnstlich angelegte Wildbiotop bei Isselburg. Die Gruppe ist bunt gemischt und hĂ€ngt wissbegierig an den Lippen des Exkursionsleiters. Und der weiß sein Publikum humorvoll, vor allem aber sehr in – formationsreich zu unterhalten. Es ist ruhig geworden im Park, das Tagespublikum ist nahezu ganz verschwunden. Iltis und Fischotter, Wölfe, Luchse und Wildkatzen kommen aus ihrer Deckung und lassen sich bereitwillig anschauen. Lediglich die Steinmarder, WaschbĂ€ren und Marderhunde bleiben faul in ihren Kuhlen und Höhlen liegen. Und auch vom Uhu-PĂ€rchen ist nichts zu sehen. „Die haben gerade ein Gelege und sind deshalb etwas scheuer als sonst“, weiß Hans-Wilhelm Grömping zu berichten. Zu jedem Tier hat er Informationen parat, keine Frage bleibt offen.

Sind die Weißstörche hier heimisch? Mittlerweile ja, einige sind als echte Wildvögel zugereist, andere können auch aus Zoos stammen. Darf man die Rentiere fĂŒttern? Bloß nicht. Die brauchen ganz spezielle Kost wie finnische GrĂ€ser und Flechten und und einige sind schon an falschem Futter verendet. Warum verfolgt die Gans die anderen Wasservögel so aggressiv? Wahrscheinlich hat sie ein Gelege in der NĂ€he. Ganz nebenbei weist Grömping auf das Rufen eines Buntspechtes hin oder erzĂ€hlt etwas ĂŒber die Zusammensetzung des Wolfsrudels und die lange Leidensgeschichte der BĂ€ren, die hier eine neue Heimat gefunden haben. Drei Stunden vergehen wie im Flug. Die Teilnehmer des Rundgangs gehen randvoll mit Informationen und ziemlich beeindruckt zum Parkplatz zurĂŒck. So hat man eine Wildpark-FĂŒhrung noch nicht erlebt.

Weitere sechs Tage spÀter.
Treffpunkt ist der Keller unter dem Schwimmbad der Johannesschule in Gemen. Hier hat die Werkgruppe des Natur- und Vogelschutzvereins seit knapp einem Jahr ihr neues Domizil. „Die RĂ€ume an der Josefschule wurden fĂŒr den offenen Ganztagsbetrieb gebraucht, also sind wir umgezogen“, berichtet Hans-GĂŒnter Böing, Sprecher der Werkgruppe. Jeden Mittwoch um 18 Uhr treffen sich hier einige begeisterte Bastler, um NistkĂ€sten und FutterhĂ€user fĂŒr Vögel sowie Nisthilfen fĂŒr Bienen und Hummeln zu montieren. SĂ€gen, FrĂ€sen, Bohrmaschinen – alles ist vorhanden. FĂŒr den Bau von Kauzröhre und Meisenkasten sei kein besonderes Spezialwissen nötig, sagt Böing. „Die meisten Informationen ĂŒber Nisthilfen sind heute frei verfĂŒgbar. Man braucht lediglich ein bisschen handwerkliches Geschick.“ Das bringen seine MĂ€nner allesamt mit. Der eine ist gelernter Elektriker und will im Rentenalter „einfach noch ein bisschen mit anpacken“. Der nĂ€chste kommt aus dem Metallfach, hatte aber immer schon ein Faible fĂŒr Holz. Ein dritter war Bahnarbeiter und schĂ€tzt „das schöne Arbeiten“, mit dem die freie Zeit sinnvoll genutzt werde.

Das Gros der anfallenden „Arbeiten“ sind Meisen-NistkĂ€sten, die fertig montiert werden oder auch als BausĂ€tze rausgehen. „Wir gehen damit in Schulen und KindergĂ€rten, wo Eltern und Kinder gemeinsam so einen Nistkasten zusammenbauen können“, berichtet Hans-GĂŒnter Böing. Viele BausĂ€tze gehen in großen Bananenkisten an StĂ€dte und Schulen im Kreis und weit darĂŒber hinaus. Die NistkĂ€sten tragen zwei Brennstempel, das Vereinsemblem mit dem fliegenden Brachvogel sowie das Logo der Kreisstadt. Damit sind die NistkĂ€sten auch eine Art „Botschafter“ fĂŒr die Stadt.

Nicht selten kommen aber auch Anfragen fĂŒr andere Nisthilfen. „Wir sind spezialisiert auf HöhlenbrĂŒter wie Meise, BaumlĂ€ufer, Hohltaube und Kauz, haben aber auch schon einen Kasten fĂŒr Wanderfalken und UnterschlĂŒpfe fĂŒr FledermĂ€use gebaut“, berichtet Böing. Auftraggeber seien beispielsweise der NABU und die Naturfördergesellschaft des Kreises, aber auch viele Privatleute trĂ€ten an die Werkgruppe heran. Und natĂŒrlich packen die rĂŒstigen Rentner auch an, wenn vereinsintern Hilfe nötig ist. Das können Reparaturarbeiten im Vogelgehege sein, die Erstellung von Schautafeln, UnterstĂŒtzung bei der Landschaftspflege und in der Waldschule oder auch beim Verkauf von Nisthilfen und FutterhĂ€usern.

„Übrigens, jeder NeubĂŒrger der Stadt Borken bekommt auf Wunsch einen Nistkasten geschenkt“, sagt Jochen Teroerde, der noch einiges ĂŒber die Aktionsfelder des Vereins zu erzĂ€hlen weiß. „Bei uns kann so ziemlich jeder nach seinen individuellen Möglichkeiten und Interessen mitmachen. Wir haben Gruppen, die sich mit BiogĂ€rtnern und Bienen, Weidenflechten und Baumpflege, NaturpĂ€dagogik und naturvertrĂ€glichem Tourismus beschĂ€ftigen. Wir planen eine Frauenwerkgruppe und eine Kindergruppe, laden regelmĂ€ĂŸig zu NaturfĂŒhrungen sowie VortrĂ€gen ein und tauschen auf unserer Internet seite Naturbeobachtungen aus“, so Jochen Teroerde. Nicht zuletzt sei man offen fĂŒr neue AnstĂ¶ĂŸe und Ideen von außen. „Wir freuen uns ĂŒber jeden Naturfreund, der sich einbringen will. Sprechen Sie uns einfach an!“

Borkener Zeitung vom 21. Februar 2017

Veröffentlicht am 25. Februar 2017 in der Kategorie Presse

Martin Nagel gewinnt Fotowettbewerb

BORKEN (pd/era). Die Sieger des Fotowettbewerbs „[Un]:entdeckte Natur in Borken“ stehen fest. In feierlicher AtmosphĂ€re hat die Stadt Borken gemeinsam mit den örtlichen NaturschutzverbĂ€nden die mit bis zu 250 Euro dotierten Preise vergeben. Geladen waren die PreistrĂ€ger und ihre Familien.

In ihrer Ansprache betonte BĂŒrgermeisterin Mechtild Schulze Hessing ein: „Ich danke allen, die mit so viel Leidenschaft teilgenommen haben und beglĂŒckwĂŒnsche sie. Denn alle Teilnehmer haben eines bereits gewonnen: die WertschĂ€tzung fĂŒr die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung“.

Den ersten Platz erreichte das Foto „Natur, Lebensraum auf 9 x 9 cm“, aufgenommen von Martin Nagel. Der Sieger hatte einen Zaunpfosten an der Coesfelder Straße/Ecke Landwehr entdeckt. Äußerst beeindruckend fanden er und die Jury, wie viel Leben oder Natur sich auf einem Zaunpfosten widerspiegelt: Morgentau in den Trompetenflechten – Minispinne, die ein Nest baut und einen Krebs, der ein Bad in der Trompetenflechte nimmt, zeigt das Bild. Übrigens, der Durchmesser des Trichters der Trompetenflechte liegt bei nur fĂŒnf Millimetern.

Der zweite Preis ging an Susanne Pior fĂŒr ihre „Feuerwanzen“. Aufgenommen hatte sie ihr Bild am Friedhof Butenwall. „Geheim und doch sehr mĂ€chtig in der Vielzahl haben sich die Feuerwanzen in den Baumflechten auf der Rinde versteckt. Die unterschiedlichen Zeichnungen der Körper sehen fast wie ein festlicher Anzug aus und machten das Gewimmel fĂŒr mich sehr interessant“, so Susanne Pior.

Volker Sander, erkrankungsbedingt bei der Preisverleihung abwesend, belegte gleich zwei PlĂ€tze: Die Jury vergab fĂŒr seine Aufnahmen „Johanni-KĂ€fer“ und „HimmelwĂ€rts der Blick…“ den dritten und vierten Platz. Auf einer Kanone der St.-Johanni-SchĂŒtzen hatte er eine Ansammlung von MarienkĂ€fern entdeckt. „Sie fiel mir sofort ins Auge. Sie haben es sich in einer echten Nische gemĂŒtlich gemacht“, so der Fotograf.

Sanders zweites prĂ€miertes Bild „HimmelwĂ€rts der Blick“ entstand am Diebesturm. „Ein Blick in den herrlich blauen Himmel beim Diebesturm bringt die Nischenpflanzen und auch die dazwischen aufgespannten Spinnennetze gut zur Geltung“, so Sander.

Den fĂŒnften Platz belegte Doreen Grigo mit ihrem Motiv „Holkensturm“.

Der erste Preis in der Kategorie „Kinder“ ging an Ole Hoffboll (elf Jahre) fĂŒr das Bild „Bereit zum Abheben“. Zu sehen ist eine Libelle (blau-grĂŒne Mosaikjungfer/Weibchen), „die mich anlĂ€chelt. Ein Model hĂ€tte sich nicht besser in Pose stellen können“, so Ole Hofboll. DarĂŒber hinaus durften sich alle Kinder, die erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen haben, ĂŒber einen vom Borkener Natur- und Vogelschutzverein gesponserten Nistkasten freuen.

Kurz vor den Weihnachtsferien war die Entscheidung der Jury gefallen (die BZ berichtete). Zur Jury gehörten: Jochen Teroerde und Hans-Wilhelm Grömping vom Natur- und Vogelschutzverein Kreis Borken, August SĂŒhling und Karl Schevel vom Naturschutzbund. FĂŒr die Stadt Borken votierten Markus Lask (Leiter der Stabsstelle Kommunikation, Markting, Kultur und Weiterbildung), Dr. Britta Kusch-Arnhold (Leiterin des Forums Altes Rathaus), Anne BĂŒning (Forum Altes Rathaus) und Stefan Wiemann (Tourist-Info) sowie die Fotografin Lisa Kannenbrock (Kreis Borken).

In den kommenden Monaten wird eine Auswahl von zwölf der eingesendeten Fotos jeweils am Beginn des Monats als „Foto des Monats“ publiziert, so die Stadt.

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